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Gedanken
Leben

Wunschglas

1. Januar 2020

Unser Silvester hat sich anders gestaltet, als geplant. Ist es nicht oft so? Wie planen, doch dann kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. (Oh, mit platten Sprüchen kann ich auch im neuen Jahrzehnt dienen.)

Wie wollten eigentlich zusammen mit der Schwägerin, ihrem Lebensgefährten und unseren zuckersüßen Nichte feiern. Doch während wir planen, kommt das Leben dazwischen und so wurde nichts daraus.

Kennst du das auch? Alle planen ihre große Silvesterparty schon lange in voraus. Wir sind da entweder ziemlich verspult oder naiv. Wir überlegen uns immer erst so ab dem 4. Advent, wenn die meisten Geschenke besorgt sind und das Weihnachtsessen steht, was wir denn Silvester machen wollen. Da haben die meisten ihre Pläne schon gemacht. Und zwar ohne uns. So auch dieses Jahr.

Also „mussten“ wir wohl oder übel zu viert feiern. Ganz klassisch: Vater, Mutter, Pubertier und Kind. Pubertier war wenig davon angetan, den Abend mit uns Langweilern zu verbringen. Wir im Gegenzug waren wenig begeistert, eine Party zu veranstalten. Also mussten wir uns irgendwo in der Mitte treffen.

Rückblickend kann ich sagen sagen, dass uns das ganz gut gelungen ist. Wir haben lecker gegessen, dann ein neues Spiel gespielt (zumindest neu für unsere Kinder) und dann haben wir eine *Ironie on* wirklich unterhaltsame Silvestergala im TV verfolgt. Fazit unsrer Jüngsten: „Ich kannte kein Lied außer ‚Cordula Grün.‘ “ zum Glück konnten wir dieser Bildungslücke dank Jürgen Drews, ABBA Imitatoren, Thomas Anders und den Fake Blues Brothers abhelfen. Ein Hoch auf das wunderbare deutsche Showbuisness. *Ironie off*

Dazwischen jedoch haben wir ein Glas gefüllt mit Wünschen und Vorsätzen für das Jahr 2020. (ich liebe dieses Jahr jetzt schon, denn es beinhaltet meine Lieblingszahl gleich 2x! Waaahnsinn. Das kann nur gut werden) Es wurde gut verklebt und wird erst Silvester 2020 wieder geöffnet. Ich bin gespannt, welche Wünsche und Vorsätze sich erfüllen mögen, welche besser unerfüllt bleiben sollen und welche auch Verwunderung hervorrufen werden.

Anschließend haben wir alles Schlechte, Verkehrte, Blöde den Flammen übergeben. Wir haben ein Gebet gesprochen, dass Gott unsere Schuld vergeben möge, dass er uns wieder rein machen wird um weitergehen zu können.

Die Depression lauert immer noch in den Ecken unseres Hauses. Sie hatte viel Zeit sich einzunisten, Räume einzunehmen, Mauern aufzubauen und sich recht wohl hier zu fühlen. Manchmal schaffen wir es, einen Teil von ihr zu entsorgen und uns etwas davon zu befreien. Doch wenn wir nicht aufpassen, nimmt sie sich ihre Räume zurück. Immer wachsam zu sein gelingt uns nicht. Doch hin und wieder können wir ihr ein Schnippchen schlagen, wie jetzt am gestrigen Silvestertag. Ich hatte wirklich Sorge, ob wir den Abend für alle zur Zufriedenheit gestalten können. Doch diese Sorge hat sich einmal mehr als unbegründet erwiesen.

Kurz vor 0 Uhr gingen wir nach draußen. Da unser Pubertier erstmals selbständig böllern durfte, war auch er sehr zufrieden über den Verlauf des Abends.

Wieder einmal darf ich staunen über die Tatsache, dass wir so viel Segen erleben, wenn wir Gott die Tür zu unserem Inneren öffnen. Wir er Einzug hält in unser Leben und es füllt mit vielen guten Dingen. Wir planen unsere Wege. Doch Gott weiß es soviel besser und lenkt unsere Schritte in die richtige Richtung. In seine Richtung. In seine Nähe. Was ich mit für das kommende Jahrzehnt wünsche, ist einfach dass ich die Jahreslosung von 2020

Ich glaube, hilf meinem Unglauben

verinnerlichen kann und immer weiter in Gottes Nähe laufen darf.

Bild von Pixabay
  1. Liebe Astrid, eine sehr schöne Idee mit dem Wunschglas! Schade, dass ich es erst jetzt gelesen habe, denn so etwas könnte ich mir auch sehr gut vorstellen. Wenn ich es mir merken kann bis zu nächstem Silvester, dann werde ich das auch mal in Angriff nehmen. Ansonsten kann ich dich beruhigen. Wir kümmern uns meist erst 1 bis 2 Tage vor Silvester um unser Programm. Für 2 Personen ist das auch leichter zu gestalten. Und unser Pubertier ist ja schon groß 🙂 Also wir beide haben uns ein leckeres Essen beim Italiener gefreut und waren so gegen 23Uhr daheim. Rechtzeitig um noch vor Mitternacht „Ein Herz und eine Seele“ Silvesterpunsch zu sehen. Das gehört bei uns zu unserem Silvester Ritual, genauso wie „Diner for one“ 🙂 Ja, manchmal sind auch wir seeeehhhr traditionell. Aber nur in manchen Dingen. Mit unserer Mitbewohnerin haben wir dann noch einen Sekt getrunken und gut war.
    Falls ihr also Silvester 2020 wieder allein seid, dann treffen wir uns um Mitternacht auf dem Kirchplatz, Von da aus kann man wunderbar über unser schönes Dörfchen schauen und dabei an einem Glas Sekt nippen…….Orangensaft geht natürlich auch 🙂 Liebe Grüße, Silvia

    1. Liebe Silvia! Das wäre in der Tat nächstes Jahr eine Alternative, am Kirchplatz das Feuerwerk zu bestaunen. Zusammen mit euch lieben Menschen! Ich finde ein ruhiges Silvester gar nicht schlecht. Mir hat es ganz gut gefallen und auch die Kinder waren ja dann zufrieden. Was will man mehr😀
      Ganz liebe Grüße ❤

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