butterfly2god

Gedanken
Leben

m/w/d

27. Juni 2019

Nun wage ich es mal, mich in die Nesseln zu setzten. Dieses Thema ist sehr brisant und nicht jeder versteht es als tolerant, dass es Menschen gibt, die anders darüber denken. Also, wenn du es wagst weiter zu lesen, bitte ich dich, dies mit den Augen der Tolernaz zu tun. Auch ich übe mich immer wieder darin.

Ich lebe auf dem Land. Doch auch bei uns hält das neumodische Denken nicht an. Irgendwie fühle ich mich echt als Landei und sollte wohl einfach mal wieder eine echte Großstadt besuchen, damit ich merke, was in der Welt vor sich geht. Ach nein. Eigentlich brauche ich nur Nachrichten zu schauen und einkaufen zu gehen. Da erlebe ich ja auch, was so aktuell abgeht.

Beim Einkaufen sprang mir neulich ein Plakat ins Auge, auf dem Menschen gesucht werden, die dort im Supermarkt arbeiten wollten. Ach tatsächlich. Noch werden Menschen gesucht. Aber vielleicht stellen sie auch bald Tiere oder Pflanzen ein. So genau weiß ich das nicht. Denn es wurden eben m(männliche) / w(weibliche / d(diverse) Mitarbeiter…. (Äh… Wie formuliere ich das jetzt? Bleiben wir wohl bei Menschen) gesucht.

Hallo? Was genau bedeutet divers? Ich schaue jetzt nicht bei Wikipedia nach. Das überlasse ich dir. Ich setzte meinen gesunden Menschenverstand ein. Divers bedeutet doch wohl nichts anderes als: ich kann alles sein, was ich will. Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich bin. Und genau da liegt, in meinen Augen, das Problem. Wenn ich nicht weiß, was ich bin, woher soll ich wissen wer ich bin???

Uns wird in der heutigen Welt suggeriert: du kannst alles, wenn du nur willst! Neulich sah ich ein Werbeplakat mit einem Goldfisch darauf. Dieser Goldfisch hatte sich eine Haifischflosse umgebunden. „Sei was immer du sein willst“ prangte in bunten Buchstaben zusätzlich darauf. Soll ich dir was verraten? Ein dämlicheres Plakat habe ich selten gesehen. Glaubt der Goldfisch tatsächlich, wenn er sich die Flosse anschnallt, dass er nun mit den Haien schwimmen kann und sie nicht bemerken, dass das Futter direkt unter ihrer Nase schwimmt? Mach dich nicht lächerlich, wenn du das denkst. Der Goldfisch wird niemals ein Hai werden! Denn er ist von Gott nicht dazu geschaffen worden. Er hat seinen Sinn in einem ganz anderen Gebiet. Er nimmt vielleicht Kindern die Angst vor dem Meer, weil es dort auch Fische gibt, die nicht zubeißen wie der Hai?!

Warum müssen wir unsere Kinder in einer Welt großziehen, die ihnen vermittelt, dass sie Junge, Mädchen, Hai oder Goldfisch sein können, was immer ihnen liegt?

Ich habe den Beruf der Erzieherin gelernt und damals war es wichtig, das Kind in seiner Persönlichkeit zu sehen und seine Fähigkeiten hervorzuheben. Warum ist uns das abhanden gekommen? Warum wollen wir ihnen nun Unsicherheit mitgeben, indem wir ihnen sagen: du kannst aber Pilot werden, auch wenn du eine Brille brauchst und Flugangst hast. Ist doch egal. Los! Werde Pilot!

Ich weiß nicht, aber ich denke, dass wir unsere Kinder in eine große Unsicherheit schicken, wenn wir ihnen, politisch korrekt, nicht mehr sagen, dass sie wundervolle Jungs und Mädchen sind. Wenn wir bewusst ihre Weiblich- oder Männlichkeit verschweigen, damit sie sich entwickeln können, wie sie wollen. Kinder sind damit überfordert! Sie brauchen Werte, Klarheit, Regeln und auch Grenzen. Meine Tochter ist die Kleinste in der Klasse. Sie wird nie zu den Großen gehören. Soll ich ihr sagen, wenn du nur willst, kannst du Basketball spielen? Nein! Denn dann lüge ich sie an. Sie wird es nicht können! Zunindest nie so gut, dass es für eine Mannschaft reicht. So leid es mir tut. Dafür liebt sie Tiere über alles. Darin fördere ich sie. Bestärke sie. Das ist realistisch!

Bitte verstehe mich an dieser Stelle nicht falsch. Ich weiß aus persönlichem Umfeld, dass es Menschen gibt, die sich im falschen Körper fühlen. Ich weiß, dass es Menschen gibt, in denen beide Geschlechtsteile angelegt sind. Das ist eine sehr schwierige Situation. Doch möchte ich ganz klar sagen: das ist die Ausnahme und nicht die Regel! Wenn ich allerdings sehe, wie selbstverständlich eine Stellenausschreibung mit „divers“ angegeben wird, frage ich mich ernsthaft, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Sind Menschen, die sich im falschen Körper fühlen, keine Menschen? Auch sie haben ein Geschlecht. Fühlen sie sich nicht angesprochen, wenn es um männlich oder weiblich geht? Ich selbst bin eine Frau und würde mich bei jeder Stellenbeschreibung angesprochen fühlen bei der steht „Erzieher gesucht“. Würde sich im weiteren Verlauf ergeben, dass es tatsächlich nur männliche Bewerber sein sollen, gut. Dann hat sich das erledigt. Hätte ich beide Geschlechter, würde ich mich bei beiden angesprochen fühlen.

Ich finde es gut, richtig und wichtig, dass die Gesellschaft solche Dinge nicht meht tabuisiert! Doch Menschen, die nicht wissen, wer sie sind, wissen auch nicht was sie sind. Sie werden es vielleicht auch nie wissen, wenn sie nicht eine Entscheidung treffen können. Dazu sind wir berufen. Ihnen schon von Kindesbeinen an zu sagen, wer sie sind. Ein Mensch, den Gott genauso geschaffen hat, wie er ist. Und deswegen ist er nicht weniger wunderbar.

Sicher, Kinder sollen sich ausprobieren. Und wenn ich denke, dass meine Tochter Automechanikerin werden möchte, kann sie das tun. Wenn mein Sohn Verkäufer weden mag: bitte! Gerne. Da ist es schön, dass wir weiterdenken und Sätze wie „das ist nichts für Mädchen oder Jungs“ seltener werden. Und darum geht es mir auch nicht.

Mir geht es darum, dass Ausnahmen pauschalisiert werden und anscheinend vergessen wird, dass wir Menschen sind.

Mal ehrlich: willst du abstreiten, dass sich Gott das ganz ausgezeichnet gedacht hat mit den Menschen? Er hat sie geschaffen. Als Mann und Frau schuf er sie! Lies doch mal den 1.Mose in dem ersten Teil der Bibel. Dort steht nicht, dass sich Gott unsicher war und alles offen ließ. Nein. Gott hatte (und hat auch immer noch) einen Plan! Er war sich sicher. Mann und Frau. Und es war sehr gut!

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