butterfly2god

Gedanken
Wednesday Challenge 2019

Was mir gut tut

22. Januar 2019

Hast du meine Wednesday Challenge eigentlich vermisst? Immerhin ist der Januar schon fast wieder vorbei und bisher hattest du noch von keiner Challenge gelesen, oder? Och, wobei, die ein oder andere Herausforderung gibt es ja dennoch in meinem Leben. Genau das ist auch der Grund, warum ich diese Challenge nicht mehr so regelmäßig „brauche“. Im letzten Jahr ging es mir überhaupt nicht gut. Ich „brauchte“ einen Anstupser, um einen positiven Impuls zu bekommen. Ich bin ein Mensch, der Impulse von außen braucht. Oftmals habe ich tolle Ideen und Gedanken, schaffe es aber nicht, diese auch in die Tat umzusetzen. Meist denke ich, der Grund dafür ist, dass ich ein Teamplayer bin. Oder bin ich ein Mitläufer? Stop! Hier fängt eine Bewertung an. Und ich muss mich nicht bewerten, oder mein Verhalten. Ich darf mich einfach akzeptieren, wie ich bin.

Meine Gedanken sind so viel, verzeih mir, wenn ich heute etwas durcheinander erscheine und meine Stränge nicht so leicht zu durchschauen sind. Ich bemühe mich um einen roten Faden.

Dankbar schaue ich auf die letzten Monate zurück, in denen ich wieder zu mir gefunden habe. In denen auch nicht alles einfach und leicht war, ich aber einen anderen Umgang mit vielen Situationen gefunden habe. Einer ist, dass ich mir neu zutraue Dinge zu organisieren, die mir gut tun. Es ist eine große Herausforderung für mich, etwas anzunehmen. Dazu gehört auch, dass es mir gut gehen darf. Ich weiß, dass diese Sache etwas ist, was dir schwer fallen könnte, nachzuvollziehen. Es gehört mit zum Krankheitsbild, dass ich mich wertlos fühle und mir daher nicht erlauben „darf“, mir Gutes zu tun. Nun habe ich gelernt, dass ich durchaus wertvoll bin und mir vor allem etwas erlauben darf, was mir gut tut.

Diese Woche stellt sich also für mich die Aufgabe: Schreibe Dinge auf, die dir gut tun und setze jeden Tag ein Sache um.

Wunderbar, einfach, traumhaft?!? Für mich ist das nicht so einfach. Dinge, die mir gut tun, fallen mir schon ein. Nähen, schreiben, singen, Musik hören, Gitarre spielen, Blumen kaufen oder säen, aufräumen, putzen, lesen, frühstücken gehen, spazieren gehen, joggen, Bibel lesen, Verse lettern, malen… Du siehst, meine Liste ist nicht unbedingt kurz. Herausfordernd für mich ist deren Umsetzung. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, mir diese Dinge in den Kalender einzutragen. Denn dann denke ich wenigstens daran, dass ich mir heute, an diesem Tag, noch etwas Gutes tun darf.

Heute habe ich im Telefonat über die aufopfernde Liebe gesprochen. Das war recht interessant. Mir ist klar, dass ich keine aufopferungsvolle Mama bin. Aua. Das zu schreiben, ist nicht ganz einfach. Gerne wäre ich so, dass ich all meine Bedürfnisse hintenan stellen kann, damit meine Kinder sich frei entwickeln und entfalten können. Doch leider bin ich keine Supermum. Nein. Ich bin eine Frau mit eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Träumen. Selbstverständlich verzichte ich auch gern auf manches. So ist es ja nicht. Doch wenn ich nicht unzufrieden werden möchte, muss ich Dinge tun, die mir gut tun. Die dann auch dem Familiengefüge wieder zu Gute kommen. Das verstehe ich schon. Doch mein Zufriedenheitsempfinden bedeutet nicht zwangsläufig, dass es mit meiner Familie zusammenpassen muss. Und da erlebe ich mich oft im Zwiespalt. Bin ich dann eine schlechte Mama???

Nun, ich schweife schon wieder ab. Es tut mir leid! Nun werde ich diese Challenge angehen und in meinen Kalender die oben benannten Dinge eintragen, die mir gut tun. Und mir täglich bewusst Zeit nehmen und diese zelebrieren.

Eine wöchentliche Challenge wird es dieses Jahr nicht geben. Ich werde sporadisch etwas dazu schreiben. Den Kalender vom letzten Jahr habe ich nämlich wieder und jeden Tag sehe ich ihn, denn er steht in meinem Arbeitszimmer und zeigt mir, wie wunderbar, vielfältig, bunt und spannend das Leben sein kann!

Erzähl doch mal: was sind Dinge, die dir gut tun? Wann nimmst du dir Zeit dafür?

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