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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Liebe deinen Nächsten

7. November 2018

Die eingefleischten Bibelkenner ergänzen jetzt sofort: … wie dich selbst. Aber darum geht es heute mal nicht. Das wäre ein Thema für einen anderen Tag. Heute geht es tatsächlich um den Nächsten.

 

Mache einen Tag lang Menschen, die dir begegnen, ein Kompliment.

 

Hui! Das nenne ich eine echte Herausforderung!

Frisch aus der Reha zurück müsste man meinen, dass es ganz leicht ist, oder? Dass ich voller Energie bin, stark, erholt, vollgetankt mit guten Vorsätzen und Ideen. Ja, das ist nicht falsch. Doch da gibt es ein kleines aber. Denn ich habe zwar einige Dinge erkannt und konnte an diesen arbeiten. Meine Umgebung zu Hause hat sich jedoch nicht verändert. Ich weiß. Veränderung passiert dort, wo ich mich selbst verändere. Doch leider gibt es immer noch Themen, die sich in den letzten 4 Wochen nicht in Luft aufgelöst haben.

Gerade hatte ich ein Gespräch (oder war es eine Diskussion? Eine Meinungsverschiedenheit? Oder sogar ein Streit???) über ein Thema, das uns schon lange Zeit begleitet und bei dem wir absolut unterschiedlicher Meinung sind. Vermutlich werden wir dort nie auf einen Nenner kommen. Und entgegen dem, was ich gehört habe und dem, was meine Challenge diese Woche ist, habe ich mich sehr im Ton vergriffen. Weil es mich nervt! Ja, ich gebe es zu. Es nervt mich sehr und ich habe mich oft nicht so weit unter Kontrolle um diese Thematik konstruktiv und freundlich zu besprechen. Ich weiß nicht, ob es dir bekannt vorkommt? Wie reagierst du, wenn sich ein Thema immer wiederholt und es einfach nicht zu regeln zu sein scheint?

Was mich auf jeden Fall sehr unruhig gemacht hat, war meine Art und Weise mit der Thematik umzugehen. Ich habe selbst gemerkt, dass ich nicht die richtigen Worte gefunden habe. Als ich umlenken wollte, ist es mir leider auch nicht besonders gut gelungen.

Wenn ich es nicht einmal schaffe, zu meinem Allernächsten freundlich zu sein, wie soll ich das dann bei meinem Nächsten schaffen? Oder ist da einfacher? Weil genügend Abstand da ist und ich nicht mit dauerhaften Themen konfrontiert werde?

Ich kann es dir nicht sagen. Aber eines weiß ich genau: Jesus hat uns das Gebot gegeben, unseren Nächsten zu lieben. Das bedeutet nicht nur, ihm oder ihr Komplimente zu machen. Das bedeutet, ihn oder sie so zu sehen, wie Gott ihn oder sie gemeint hat. Das ist eine ganz schön schwierige Aufgabe, die wir da aufgetragen bekommen haben.

Doch ich möchte diese Challenge annehmen. Selbst nachdem ich versagt habe. Nachdem ich mich im Ton vergriffen habe. Nachdem ich genervt war. Dann möchte ich auf mein Gegenüber zugehen können und mich ehrlich dafür entschuldigen, das es so war. Dann möchte ich wieder einen Boden schaffen, auf dem neue Begegnung möglich ist und auf dem Wertschätzung wachsen kann. Das geht, wie gesagt, nicht nur in Form von Komplimenten. Aber sie sind eine Blume auf dem Boden dieser Begegnung. Wenn ich mein Gegenüber sehe, richtig sehe, dann fällt es mir leicht, Dinge wahrzunehmen die wunderschön sind an ihm oder ihr. Sie auszusprechen erfordert manches Mal Mut. Doch was ist der Gewinn, wenn ich mutig bin? Dann leuchtet etwas auf in meinem Gegenüber. Die Augen fangen an zu strahlen und ich habe schon manches Mal ein körperliches Wachstum feststellen können.

Jesus ist den Menschen auf seinem Weg stets mit Wertschätzung begegnet. Ich möchte ihn mir dringend zum Vorbild nehmen, denn diese Welt braucht eindeutig mehr Liebe und Nettigkeit. Wie viel leichter fällt es uns doch zu motzen, zu beklagen, zu schimpfen als jemandem zu sagen, dass er etwas gut gemacht hat, eine freundliche Ausstrahlung hat oder ähnliches? Das ist so selbstverständlich. Und das macht mich traurig. Ich möchte nicht zu den Menschen gehören, die lieber die Dinge aussprechen, die nicht gut sind, sondern die Dinge, die Mut machen, die Liebe zeigen und somit das Licht von Jesus weitergeben.

Wie sieht das bei dir aus? Machst du mit?

Und jetzt werde ich den Laptop

zu klappen und mich um das traurige Herz meines Mannes kümmern und ihm sagen, was für ein liebevoller Vater und Ehemann er ist!

 

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