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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Überrascht?

1. September 2018

Diesmal muss ich sagen, habe ich mich wirklich etwas schwer getan mit dem Thema dieser Woche. Jemanden zu überraschen war die Aufgabe.

Nun, zum ersten ist es im Urlaub nicht ganz so leicht, zumindest für mich nicht, und dann hatten wir im August so viele Geburtstage, so viele Überraschungen, dass mir schon ganz schwindelig war vor lauter Überraschungen.

Dennoch ließ es mir keine Ruhe.

Heute sind wir den ersten Tag aus dem Urlaub zurück und ich darf meiner ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen. Das ist immer sehr inspirierend. Wenn ich all die Karten sehe mit den vielen tollen Sprüchen, fühle ich mich jedes Mal erfrischt und aufgetankt. Sie tun einfach der Seele gut, die Bibelverse. Oder auch die ermutigenden Sprüche, die weise und fromme Menschen von sich gegeben haben. Hier im Laden herrscht eine besondere Atmosphäre. Das ist immer wieder schön. Vor allem dann, wenn ich alleine durch die Regale stöbern kann und sehe, was es alles Gutes hier gibt.

Aber ich schweife etwas ab.

Jedenfalls sah ich eine Karte und musste sofort an eine bestimmte Person denken.

Gerade in den Ferien, weit weg von zu Hause, mache ich mir Gedanken, was mein Leben für eine Richtung nimmt, wenn ich zurück in den Alltag komme. Mit den Nachwirkungen des letzten Jahres habe ich noch sehr zu kämpfen. Auch wenn ich lerne mich von all dem zu distanzieren, gibt es Phasen, Tage, Situationen und Momente, in denen ich vor allem eins bin: einsam. Das habe ich im Urlaub  so nicht gespürt. Andere Umgebung, meine Familie, andere Abläufe. Da war alles gut. Erst wenn ich mich wieder im Alltag bewähren muss, merke ich, was mir fehlt.

Jedoch muss ich auch zugeben, dass ich mein Herz bewusst verschließe. Ich öffne mich nicht mehr. Ich schließe den Kummer, den Schmerz und all meine Gefühle in mir ein und sage: „Ich bin stark! Ich schaffe das alleine! Niemand soll mehr merken, wie es mir wirklich geht und was in mir vorgeht.“ Das klappt meistens ganz gut. Denn die Dinge, die es mir schwer machen im Leben, interessieren ja doch keinen so richtig. Die meisten Menschen sind froh, wenn sie hören, dass alles ok ist und es mir gut geht. Halleluja! Endlich ist da ein Lichtblick. Wozu soll ich sagen, wie es mir geht und was ich denke? Mit was ich kämpfe?

Und schon wieder schweife ich ab.


Die Karte jedenfalls zeigt mir, dass es trotz der ganzen Schwierigkeiten und Herausforderungen dennoch Menschen in meinem Leben gibt, die mir wichtig sind. Bei denen es schön ist, dass es sie gibt. Die auch mal ein Ohr haben, wenn es schwierig wird. Die nicht gleich alles glatt bügeln wollen, sondern auch mal sagen: das ist echt sch….

So was ist echt, lebendig, wahr!

Und das tut gut!

Ich hoffe, die Person ist überrascht und freut sich über meine Dankbarkeit!

Dann das bin ich echt. Und wirklich. Und das überrascht auch mich!

 

Bild von Pixabay

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