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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Oh du schöne Sommerzeit

8. August 2018

Ihr Lieben, diese Woche fliegt nur so dahin. Was eventuell daran liegen mag, dass meine Kinder Urlaub bei Oma und Opa machen und ich den ganzen Tag so vor mich hin arbeite. Da merke ich überhaupt nicht, wie schnell so ein Tag vergeht. Außerdem ist das Wetter schön und die Sonne lacht vom blauen Himmel. Ich kann tun und lassen was ich will und tue vor allem nicht das, was ich müsste. Aufräumen. Ausmisten. Putzen. Diese Dinge stehen zum Glück nicht in meinem Kalender. Dort steht folgendes:

Sei der erste Besucher morgens im Freibad und schwimme in aller Ruhe deine Bahnen.

Der aufmerksame Leser wird bemerken, dass ich schwimmen ziemlich blöd finde. Daher fand ich meine Aufgabe für diese Woche ziemlich blöd. Erst dachte ich, dass ich nun meinen Joker einsetzen werde. Aus 2 Gründen. Das morgendliche Aufstehen fällt mir nicht wirklich schwer. Ich stehe momentan oft um 6 Uhr auf, mache mich in Ruhe fertig und genieße die Ruhe und die Zeit für mich. Aber ich friere ja schnell. Und morgens um sieben, wenn das Freibad seine Tore öffnet, ist es doch noch frisch für mich. Andere schwitzen um diese Zeit schon. Doch ich laufe mit Pulli und langer Hose herum. Da schon an Wasser zu denken, was nicht aus der Dusche kommt, fällt mir schwer. Und zweitens ist es natürlich die Tatsache, dass ich ja nicht gerne schwimme. Also lag es doch nahe, den Joker zu ziehen. Doch jedesmal, wenn ich daran denke, warum ich diesen Kalender ausgesucht habe, ist es genau dieser Grund: Heraus aus der Komfortzone und hinein in etwas anderes, was nicht so läuft wie gewohnt. Klar, nach 32 Wochen kann das auch manchmal nerven und anstrengend sein, doch bereut habe ich es bislang nie.

Und ich muss sagen, dass ich wohl den besten Mann der Welt habe. Denn als ich ihm davon erzählte, sagte er spontan, dass er mitgehen würde. Also haben wir uns gestern morgen gemeinsam auf den Weg gemacht, um in aller Frühe unsere Bahnen im Schwimmbad zu ziehen. Die ersten waren wir nicht. Wir waren früh, aber nicht die ersten. Doch das ist aber nicht so schlimm. Denn die Tatsache, dass wir, bzw. ich, überhaupt im Schwimmbad war, ist schon faszinierend genug. Und wenn ich dir noch sage, dass es schön war, dann darfst du dich sehr gern wundern! Der Sprung ins Wasser war noch kühl, nicht kalt. Nach ein paar Schwimmzügen war es ok. Es sind sogar 1000 Meter geworden. Ich weiß, das mag keine Superleistung sein. Doch für jemanden, der nicht gern schwimmt, ist es schon ordentlich. Die Zeit sage ich aber nicht. Ätsch. Die behalte ich für mich. Die Aufgabe hieß ja auch „in aller Ruhe meine Bahnen zu schwimmen“.

In ein paar Tagen fahren wir ans Meer. Da sehe ich dann meine Family hineinspringen und mich sehnsüchtig daneben stehen. Blödsinn, oder? Warum mache ich es nicht einfach, wenn ich mir doch wünsche, genauso ausgelassen wie sie im Wasser zu toben und zu schnorcheln? Weil diese blöde Komfortzone so gemütlich ist. Sie ist ein richtiges Wohlfühleckchen mit weichen Kissen und kuscheligen Decken. Die Kerzen brennen und ein Duftlämpchen verbreitet seinen süßen, klebrigen Geruch. Es lädt ein zum verweilen und ausruhen. Daran ist nichts schlimmes. Doch wer immer in seinem Wohlfühleckchen verweilt verpasst das Leben! Den Pulsschlag und die Kraft, die davon ausgehen. Daher ist die Komfortzone manchmal wirklich blöd. Sie hindert uns daran, Neues zu entdecken, zu wagen, Verrücktes zu tun und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wer nur in altbekannten Pfaden läuft, der wird nie etwas Neues erleben. Und das fühlt sich dann an, als wären wir lebende Tote. Ich möchte das nicht sein. Ich bin froh, dass ich mich immer wieder neu herausfordern lassen darf. Auch wenn ich dafür meine Kuscheldecke zur Seite legen muss und dabei ein wenig frieren könnte.

Wie ist das bei dir? Hast du dich in deiner Komfortzone gemütlich eingerichtet? Oder bist du bereit dazu, sie manchmal zu verlassen und Neues zu wagen? Ich freue mich, wenn du mir davon erzählen magst!

 

 

 

Foto von Pixabay

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