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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Meine goldene Nase

11. Juli 2018

Eine neue Herausforderung steht diese Woche an. Sie kommt meinem Mann sehr gelegen! Denn schon seit ewigen Zeiten liegt er mir in den Ohren damit, dass „wir“ (damit meint er eigentlich mich) den Keller entrümpeln müssen. Also, er verbringt deutlich mehr Zeit im Keller als ich, weil er sich dort einen Fitnessraum eingerichtet hat. Ich dagegen gehe hinab in unsere Katakomben, weil ich Wäsche wasche, Getränke hole, meine Stoffe wegräume, oder weil ich etwas ausrangiertes auf den wackeligen Turm stelle, der inzwischen recht groß geworden ist. Danach mache ich das Licht aus und somit sind die Türme aus meinen Gedanken verschwunden.

Es stimmt. Ich sammle gern. Erinnerungsstücke. Außerdem denke ich „wer weiß? Vielleicht kann ich das noch einmal gebrauchen?“ Oder ich finde, dass es zum wegwerfen einfach zu schade ist und sich damit noch gutes Geld machen ließe. Oder ich bin einfach ein Messie. Das könnte ja auch sein. Mein Mann ist das jedenfalls nicht. Er kann sich ganz gut trennen. Aber anscheinend nimmt er Rücksicht auf meine Gefühle. Wobei ich zugeben muss: wenn ich in den letzten Wochen etwas in den Müll geworfen habe, habe ich dort tatsächlich „Kellerleichen“ darin gefunden. Sowas! Zuerst dachte ich: Oh nein!!! DAS kann er doch nicht einfach wegwerfen!!! Das habe ich doch schon so lange.

Doch ehrlich: Was will ich mit dem Zeug? Wenn du mich fragen würdest, was wir alles im Keller verstaut haben, würde ich nicht einmal auf die Hälfte der Dinge kommen. Und an was ich mich nicht erinnern kann, das brauche ich auch nicht!

Daher habe ich heute die Wochenaufgabe ganz entspannt angenommen und angefangen Bücher auszusortieren. Ach so. Da fällt mir ein, du kennst die Aufgabe ja noch gar nicht:

Eröffne deinen eigenen Flohmarktstand und verdiene dir eine goldene Nase.

Einen Flohmarktstand habe ich noch nicht eröffnet. Doch im Internet gibt es diverse Portale, auf denen sich gut ausrangiertes verkaufen lässt. So z.B. Bücher. Und davon habe ich so viele! Ich weiß gar nicht, ob es jemanden auffallen würde, dass ich welche ausgeräumt habe. Denn Lücken entstehen kaum, da die Bücher übereinander gestapelt sind. Nun liegen sie gestapelt in der Kiste und warten darauf, verschickt zu werden. Und ich warte darauf, dass ich eine schöne Überweisung bekomme. Win-win, oder?!?

Des weiteren habe ich entschieden, dass ich wirklich zum Flohmarkt gehen möchte. Mit meinen Kindern, die sich überlegen können, von welchen Spielsachen sie sich verabschieden wollen. Oder Büchern. Spielen. CD´s. Denn ehrlich: haben wir nicht alle mehr als genug Zeug?

Jesus sagte zu seinen Jüngern:

 

„Nehmt nicht mehr mit als einen Wanderstab. Nehmt kein Brot, keine Vorratstasche mit, und steckt kein Geld in euren Gürtel.“

(Markus 6, 7 ff)

 

Jesus war Minimalist und er wollte seinen Jüngern bei ihrer Aussendung zeigen, dass sie nicht mehr brauchen, als das, was sie haben. Sie benötigen nicht mal Vorräte. Denn sie hatten eins: Sie hatten das Versprechen, dass Gott sie versorgt! Mit allem, was sie benötigen. Mit Nahrung, Kleidung, Schutz im Dunkel und noch mehr Vertrauen auf ihren großen Gott.

Und ich bin mir auch sicher: je weniger Zeug ich besitze, je mehr ich abgeben kann, desto freier werde ich sein. Desto mehr kann ich erleben, wie Gott mich versorgt und wie er mir die Dinge schenkt, die ich wirklich brauche. Oder auf der anderen Seite, wie er mich von Dingen befreit, von denen ich dachte, ich würde sie brauchen.

Je mehr ich dagegen an meinem Besitz festhalte, desto mehr muss ich anhäufen um mich sicherer zu fühlen.

Natürlich fühlt es sich gut an, gewisse Dinge zu haben. Doch was bleibt wirklich am Ende? Einzig das Herz. Das ist es, was wir mitnehmen können, wenn Jesus wieder kommt. Keine Spielsachen, Briefe, Bücher, Kleider, Süßigkeiten, Geld oder sonstiges.

Daher versuche ich Jesus Auftrag an seine Jünger anzunehmen: ihm zu vertrauen und mich von altem zu trennen. Das gelingt mal besser, mal schlechter. Aber ist das Leben nicht als Übung zu verstehen um ein Mensch zu werden, so wie Gott ihn sich wünscht?

Wie geht es dir mit dem Ausmisten und trennen? Fällt es dir leicht? Oder hast du auch Gegenstände, von denen du dich schwer trennen kannst? Erzähl doch gerne davon! Ich freue mich darüber.

 

 

Bild von „Pixabay“

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