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Gedanken
Leben

Vom aufgeben und durchhalten

30. Juni 2018

In letzter Zeit begegnet mir häufig der Satz: „Aufgeben ist keine Option“.

Oftmals schon dachte ich:“Doch! Aufgeben ist eine Option. Weitermachen ist dagegen keine. Denn wenn das Leben so weiter läuft wie bisher, was kommt denn dann noch? Woher soll ich die Kraft nehmen zum weitermachen? Wie lange habe ich überhaupt noch die Kraft so weiter zu machen?“

Nun war ich in Stuttgart auf der „Wertvoll“-Konferenz. Ein Treffen mit 1500 Frauen, die sich von Gottes Wort inspirieren und beleben lassen wollen. Welch ein Geschenk, dass es Menschen gibt, die sich so für Menschen und Gottes Reich einsetzen! Das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich muss staunen, wie viel Arbeit dahinter steckt, aber mit wieviel Liebe diese getan wird. Das kann nur leisten, wer eine klare Vision und einen deutlichen Auftrag hat. Eine der Leiterinnen hat es so formuliert:“Wir wollen Frauen dazu befähigen, sich nicht nur um sich selbst zu drehen, sondern in ihrer Welt einen Unterschied zu machen.“ Das gelingt ihnen sehr gut!

Der Satz ist jedoch eine große Herausforderung für mich. Denn tatsächlich kreise ich momentan sehr viel um mich und habe keine Kraft (und ehrlich gesagt auch wenig Lust) mich in meinem Umfeld zu betätigen und einen Unterschied zu machen. Da gebe ich auf. Und das ist eine Option für mich.

Doch dann nahm ich an einem Seminar teil mit dem Namen „Der etwas andere Lobpreis“. Erst war ich unsicher, ob ich tatsächlich mitmachen wollte. Es ging um Schmuckherstellung mit Perlen. Es war jedoch eine gute Entscheidung. Während nämlich während der Vorträge und dem Lobpreis viele Tränen (hoffentlich der Heilung und Befreiung) flossen, war hier Entspannung, Ruhe und vor allem auch Ermutigung für mich zu finden.

Denn anfangs erzählte  die Referentin kurz das Gleichnis, welches Jesus seinen Jüngern näher brachte: Ein Gutsbesitzer gab einem Angestellten 5 Talente, einem drei und einem dritten ein Talent mit der Aufgabe, diese zu verwalten. (Nachlesen kannst du es in Matthäus 25,14 ff) Und dieses Gleichnis hat mich schon immer beschäftigt. So oft schon dachte ich, dass ich ähnlich bin wie der mit dem einen Talent: ich verbuddel es lieber. Dann geht es nicht verloren. Es bringt auch keinen Gewinn, aber zumindest auch keinen Verlust.

Da ich selbst im kreativen Bereich tätig bin und mich ja auch vor einem Jahr selbständig gemacht habe mit diesem Bereich, kam mir das aber sehr entgegen.

Manchmal denke ich nämlich: wofür mache ich das eigentlich? Wie kann es dazu dienen, an Gottes Reich zu arbeiten?

Doch die Referentin sagte es ziemlich deutlich: wir alle haben unsere Gaben und Talente. In völlig unterschiedlich Bereichen. Es gibt kein besser oder wichtiger. Das hat mich befreit. Denn wenn ich mein kreatives Hobby auslebe und mein Geld damit verdiene, dann fühlt es sich irgendwie nicht richtig an. Es steht kein Opfer dahinter. Jesus hat am Kreuz ein echtes Opfer gebracht und er hat auch in seinem Leben Opfer gebracht. So denke ich, erwartet er es auch von  mir. Astrid, opfere dich auf für ein Leben mit mir. Doch das stimmt nicht. Er hat mich begabt und diese Gaben darf ich zu seiner Ehre einbringen. Das geht ganz ohne Leid. Nicht alles in meinem Leben muss mit Leid einhergehen. Das habe ich verstanden und bin daher echt froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe, zu dieser Konferenz zu gehen.

Nicht alles war einfach. Es sind viele Tränen geflossen (erwähnte ich das schon?). Aber es hat auch wieder zu dem geführt, was ich mir gewünscht habe: zu wissen wer ich bin und wieder zurück zu kommen zu dem, der mich gerettet und erlöst hat.

Danke an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die so etwas möglich machen. Und danke auch an meine Freundin, die mit mir gekommen ist und meine Tränen und Frustrationen ausgehalten hat!

 

  1. Oh Astrid, ER fordert kein Opfer von dir und vor allem fügt er dir kein Leid zu!
    Nie und nimmer möchte er das! Er nimmt dich an, so wie DU bist, wie ER DICH gemacht hat.
    Mit deinem Talent. Deinen Talenten. DU bist so wertvoll für IHN!
    Was anderes darfst du gar nicht denken, denn er liebt DICH!
    Was bin ich froh, dass du diese Konferenz besucht hast und du einen lieben Menschen an deiner Seite hattest, der auch deine Tränen ausgehalten hat 🙂
    Und Tränen reinigen so sehr…..

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