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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Ja – äh… nein. Oder doch? Vielleicht.

13. Juni 2018

Sie begegnen uns jeden Tag. Mal im Großformat, mal ganz winzig, so dass wir es fast nicht mehr wahrnehmen. Entscheidungen. Ein Thema, mit dem momentan echt im Konflikt bin.

Jeden Morgen muss ich mich entscheiden, mit welchem Fuß ich zuerst aufstehe. Ob ich erst das Bad aufsuche oder meinen Sohn wecke. Ob ich das Licht anschalten muss, oder meine Augen so genug erkennen können. Was ich anziehe. Was ich frühstücke. Und so weiter uns so fort.

Wenn jemand etwas zu mir sagt, entscheide ich in Sekundenschnelle darüber, wie ich ihm was antworte. Vieles machen wir aus Gewohnheit. Manches aus einer Stimmung oder Laune heraus. Und über manches müssen wir erst mal nachdenken.

Ich bin ein spontaner Mensch. Mein Mann sagt oft zu mir: „Wenn du erst mal denken würdest, bevor du antwortest, wäre vieles leichter für dich.“ Obwohl ich mir diesen Rat schon sehr oft zu Herzen genommen habe, gelingt es mir nicht immer erst eine rationale Entscheidung über meine Antwort zu treffen. Doch in vielen Bereichen schaffe ich es besser, mal etwas herunterzuschlucken.

Ob es letztendlich immer die richtige Entscheidung ist, weiß ich nicht. Denn immer schlucken ist auch nicht gut. Aber was ist denn überhaupt die richtige Entscheidung? Darum geht es jedoch nicht in meiner Wochenaufgabe. Es geht um eine wichtige Entscheidung.

Für mich hängt das sehr eng zusammen. Das ist jedoch absolut subjektiv und ganz sicher nicht richtig. Denn auch wichtige Entscheidungen können falsch getroffen werden. Und das auszuhalten, ist für mich ganz, ganz schwer. Daher treffe ich oft keine Entscheidung, oder versuche alles unter einen Hut zu bringen. Dabei bleibt jedoch immer etwas auf der Strecke.

Mit wichtigen Entscheidungen bin ich zur Zeit sehr beschäftigt. Es geht allein um die Frage: Stehe ich morgens auf? Dann folgen Themen wie: Will ich mein Leben so weiter leben? Was will ich verändern? Wie sieht es mit meinem Glauben für mich aus? Wo und wie kann ich ihn leben?

Diese Fragen sind wohl die Sinnfragen, die sich jeder in seiner Lebensmitte stellt. Bei mir kommt erschwerend meine Depression dazu. Da sind die Fragen ziemlich düster. Beziehungsweise die Antworten darauf.

Die Aufgabe, dass ich eine wichtige Entscheidung treffen soll,  hat mich mitten ins Herz getroffen. Denn dass ich mein Leben so, wie es zur Zeit läuft, nicht weiter führen kann, ist ziemlich deutlich. Ich muss etwas ändern. Eine Entscheidung treffen.

Was mir sehr auf der Seele brennt ist mein Glaubensleben. Ich habe vor einem Jahr sehr extreme Erfahrungen gemacht, die mich von Gott sehr weit weg geführt haben. Es ist eine tägliche Herausforderung für mich, an seinen guten Weg über mein Leben zu glauben. Ich wünsche mir so sehr das Vertrauen in ihn zurück. An das Vertrauen, dass er einen guten Plan über mein Leben hat und dass er mich führt, wie es für mich zum Guten dienen kann. Das sehe ich nämlich gar nicht mehr. Jedoch kann es gut sein, dass mir einfach Zeit mit anderen Christen im Gebet, im Austausch und im Anbeten fehlt. Da ich sonntags im Kindergottesdienst eingespannt bin, treffe ich wenig andere Erwachsene, mit denen ich mich auf einem Weg befinde. Seit ein paar Wochen fällt mein Hauskreis für mich aus, weil ich zeitgleich einen Gitarrenkurs mache. Durch meine verstärkt depressive Phase gehe ich nicht auf andere zu um mich mit ihnen zu treffen und Gemeinschaft zu haben. Zudem kommt noch, dass ich mich in meiner Gemeinde nicht mehr so richtig zu Hause fühle.

Dennoch möchte ich weiter als Kind Gottes unterwegs sein. Ich muss jetzt für mich die Entscheidung treffen, wie das aussehen kann. Doch die Hauptentscheidung ist erst einmal ein weiteres „JA“ zu Gott. Wenn ich das nicht aus vollem Herzen finde, dann brauche ich mir über Weiteres keine Gedanken zu machen. Ein vollkommenes, reines Ja fällt mir jedoch schwer. In 2 Wochen werde ich zu einer Frauenkonferenz gehen. Ich überlege hin und her, ob ich das überhaupt tun soll. Ob es sich lohnt. Ob ich das kann und will. Doch nachdem ich diese Aufgabe gelesen habe, habe ich mich für diese Konferenz entschieden. Sie wird mir zeigen, ob ich das „JA“ wiederfinde. Und dann wird sie mir hoffentlich weiter zeigen, wie ich meinen Glauben weiterhin gestalten kann.

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