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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Ich bin dann mal weg

6. Juni 2018

Der Mittwoch neigt sich dem Ende entgegen, aber noch bin ich „right in time“, oder? Fast wäre ich eingeschlafen. Falsch, ich bin eingeschlafen, doch meine Tochter hat mich netterweise geweckt, damit ich sie ins Bett bringen kann. Was habe ich doch liebe und zuvorkommende Kinder! Sonst wäre ich vermutlich erst morgen wieder wach geworden. Es gibt Tage, da bin ich einfach unglaublich müde. Der heutige zählt dazu.

Aber gut. Das Thema dieser Woche lautet: Plane einen Kurztrip für eines der nächsten Wochenenden. Hm. Einfach mal raus zu kommen ist ja tatsächlich unglaublich schön. Etwas anderes sehen, neue Eindrücke zu bekommen, das tut richtig gut. Die Seele baumeln lassen. Und welche Jahreszeit bietet sich dafür mehr an, als der Frühsommer? Ich kenne fast keine andere. Wenn die Sonne warm vom Himmel scheint, dann ist es doch (fast) überall richtig schön. Kennst du das auch?

Ehrlich gesagt wünsche ich mich gerade weit weg, auf eine einsame Insel. Zugegeben. Für ein Wochenende würde die Zeit kaum reichen. Dennoch hätte es etwas sehr verlockendes. Eine Insel, umgeben von weißen Sand, mit Palmen – eine Hängematte zwischen diese gespannt. Darauf könnte ich entspannt liegen, einen Cocktail in der Hand, den Wellen und Vögeln lauschen und niemand, der etwas von mir will. Wie schön das wäre!

Doch statt dessen sind die Wochenenden voll mit Terminen und kaum Ruhezeiten dazwischen. Manch einen Termin mussten wir sogar absagen, weil wir nicht wissen, wie wir sie unter einen Hut bekommen sollen. Es zeichnet sich keine Freizeit ab, sondern eher Freizeitstress. Doch mal ehrlich: bin ich nicht selbst schuld daran? Muss ich zu allem ja sagen? Kann ich nicht auch etwas absagen? Vor allem, wenn ich spüre, dass mir alles über den Kopf wächst?

Nicht umsonst hat uns Gott den Tag der Ruhe verordnet. Er hat selbst an 6 Tagen die Welt erschaffen. Und das war sicherlich eine schöne, aber keine leichte Aufgabe! Er hat sich sehr viel Mühe mit allem gegeben. Ich meine: wie cool ist das eigentlich? Er hat aus NICHTS ALLES gemacht! Kein Wunder, dass er sich dann den 7. ten Tag als Ruhetag gegönnt hat. Einfach nichts tun, sein Werk bestaunen und sich daran erfreuen. Können wir das heute noch?

Mir fällt es manchmal ziemlich schwer, mich hinzusetzen und mich an dem zu freuen, was ich geschafft habe. Vieles tue ich als selbstverständlich ab. Kann doch jeder. Macht doch jeder. Ist doch nichts besonderes. Das kann schon sein, das es nicht besonders ist, was ich den ganzen Tag leiste und das es Millionen anderer ebenso schaffen. Doch darum geht es nicht. Gott fordert uns auf, den Tag als etwas besonderes anzusehen und uns daran zu freuen, was ER geschaffen hat, aber auch das, was ich geschafft habe. Gott hat sich an seinen Taten erfreut. Und er fordert uns dazu auf, es ebenso zu tun. Ich muss nicht immer weiter rumeiern um mehr zu schaffen. Ich muss mich nicht verausgaben um etwas wert zu sein. Ich muss mich nicht immer weiter toppen, um besser zu sein. Ich bin. Weil er mich so geschaffen hat. Noch heute lehnt sich Gott zurück und schaut sich seine Kinder an, um sich an ihnen zu erfreuen.

Um es ihm gleich zu tun, muss ich keinen Kurztrip planen. Beziehungsweise kann ich das genauso gut zu Hause tun. Ich kann mich mit einen Cappuccino zurück lehnen und mich darüber freuen, was ich geschafft habe. Ich kann mir ein gutes Buch zur Hand nehmen und mich in dieses hineinbegeben. Ich kann mir eine Stunde Mittagspause mit Schlaf gönnen, um wieder ein neuer Mensch zu sein. Und ich kann mich auf meiner Couch auf eine einsame Insel träumen, in der ich auf einer Hängematte zwischen Palmen einen Cocktail schlürfe und den Wellen und Vögeln lausche!

Herrlich!!!

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