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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Mama ist die Beste

9. Mai 2018

Liebe Leute, am Sonntag ist Muttertag! Nicht umsonst bekomme ich diese Woche die Aufgabe,  meine Mama anzurufen und ihr ein paar nette Worte zu sagen.

Doch darf ich ehrlich sein? Muss ich dafür wirklich einen Kalender haben, der mich daran erinnert? Das wäre doch sehr schade!

Seit 10 Jahren bin ich nun selbst Mama und weiß genau, wie sich meine Mutter manches Mal gefühlt hat. Ein buntes Potpourri an Gefühlen. Da ist diese allumfassende Liebe, wenn du dein Kind anschaust. Da ist diese Sehnsucht, wenn du es zum ersten und auch zum hundertsten Mal abgibst, um es in andere Hände zu geben. Da ist die Freude, wenn dein Kind etwas neues lernt. Da ist diese Hoffnung, wenn du an seine Zukunft denkst. Da ist diese Frustration, wenn es mal wieder nicht dankbar ist. Da ist diese Lust, wenn du mit ihm spielst und lachst, solche Momente immer zu erleben. Da ist diese Angst, dass ihm was passieren könnte. Da ist diese Sorge, wenn es krank ist. Diese und auch sicher noch viele andere Gefühle gehören zum Alltag einer Mutter.

Wir Mamas von kleineren Kindern denken, dass die Sorge um die Kinder (ob sie sich richtig entwickeln, genug essen, ausreichend Schlaf bekommen…) nicht weiter gesteigert werden kann. Doch dann werden die Kinder größer und auch älter, und wir stellen fest: Die Sorgen nehmen proportional mit Alter und Größe zu! Wie kann das sein? Wenn ich mir doch bitte wieder Gedanken machen dürfte, ob ich auch das pädagogisch wertvolle Spielzeug ausgesucht habe! Oder ob es nun reicht, meinem Kind Hirse zum Brei zu geben, wenn es kein Fleisch essen mag. Oder ob ich lieber zur musikalischen Früherziehung mit ihm gehe oder ins Turnen! Was waren das für läppische Sorgen?

Heute steht mein Großer vor seinem ersten Landschulheimausflug. Mit einer chaotischen Klasse von 31 Kindern und lediglich 2 Lehrern. Herrje! Zu Hause gibt es eine 1 zu 2 Betreuung, im schlimmsten Fall! Hier kommen wir auf eine 1 zu 15 Betreuung. Isst er dann auch etwas anderes, außer Süßigkeiten? Zieht er jeden Tag eine neue Unterhose an? Wird er ausgelacht, weil er seltsame Essmanieren hat? Oder meine Tochter: sie schreibt so chaotisch, dass ich mich manchmal frage, ob sie überhaupt Deutsch spricht. Zahlen sind ihr ein Mysterium. Ihre Freundin ist manchmal so fies zu ihr, dass ich mich wundere, wieso sie überhaupt so an ihr hängt.

Und wenn ich an meine Mutter denke: Sie hat nun eine wirklich große Tochter. Doch diese ist krank und manches mal echt gefährdet. Meine Mutter sitzt weit weg und hat keinerlei Möglichkeit eine große Unterstützung zu sein. Die Sorgen werden niemals weniger! Sie verlagern sich. Verändern sich. Eltern von kleinen Kindern sagt man oft: „Das sind alles Phasen. Es geht alles vorüber.“

Und so ist es im Leben. Es sind alles Phasen! Diese verändern sich. Doch es kommen mit Sicherheit neue Phasen. Und diese sind nicht leichter. Sie sind anders.

Wir Mamas haben es oft nicht leicht mit den Kindern. Doch ist das ein Grund, keine zu bekommen? Für mich wäre das keine Option! Ich liebe meine Kinder und trotz der ganzen Herausforderungen, vor denen wir stehen, würde ich niemals mehr auf sie verzichten wollen!

Da ist es echt nicht zuviel verlangt, der eigenen Mama, die sich so aufgeopfert hat, auf vieles verzichtet hat, ein paar nette Worte zu sagen! Nicht nur einmal im Jahr! Sondern sooft es geht! Denn wir haben sie nicht ewig. Und das sollten wir nicht vergessen.

 

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