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Gedanken
Leben

Mut- aber nicht hoffnungslos

7. Mai 2018

Neulich las ich einen wertvollen Beitrag aus dem Blog Heldenmut. Er hat mich sehr angesprochen und auch jetzt bewege ich viele Aspekte davon in mir. Ich finde diesen Blog absolut inspirierend. Denn hier wird beschrieben, wie die Alltagskämpfe sich manchmal manifestieren wollen, doch Jesus als Sieger des Ganzen hervorgeht. Das spornt mich an, bewegt mich, gibt Zeugnis für ein Leben mit Jesus.

Auch ich habe diesen Punkt, an dem ich mich sehr alleine fühle. An dem ich mich zurück ziehe und niemanden an mich heran lassen mag. Weil ich denke, es versteht mich keiner. Aber vor allem: weil ich denke, es interessiert doch niemanden. Jeder hat seine eigenen Probleme zu tragen. Und sie mögen noch so klein sein, jeder hat sie. Doch manche Menschen spielen sie herunter. Das zeigt mir: meine Probleme sind nicht wichtig. Es gibt größere. Und das ist sicherlich richtig! Gerade gestern habe ich wieder hören können, dass es Kinder gibt, die auf der Straße um ihr Überleben kämpfen. Die aus zerrütten Familien kommen. Die eine Portion Essen am Tag bekommen. Mit all dem habe ich nicht zu kämpfen. Ich habe „nur“ die ganz alltäglichen Sorgen, dass sich meine Kinder gut entwickeln, was ich zu Essen kochen soll, etc. Mir geht es gut. Wenn man es von außen betrachtet.

Doch in mir sieht es einfach anders aus. Ich fühle mich allein. Ganz allein. Weil ich mich niemandem anvertraue. Mit meinem Zweifeln über die Gnade Gottes. Mit meinen Ängsten darüber, ob ich wertvoll bin in Gottes Augen. Damit stehe ich allein.

Meike hat es so nett beschrieben, dass es Mut braucht, sich jemandem anzuvertrauen. Und da ist was wahres dran. Es braucht Mut sich in der Dunkelheit zu zeigen. Es braucht Mut sich jemandem anzuvertrauen und seinen „Müll“ abzulegen.

Und diesen Mut habe ich nicht mehr. Es ist zum davonlaufen. Ich stehe mit meinen Ängsten, Sorgen, Traurigkeiten da und ich ziehe mich zurück, weil ich nicht den Mut habe zu bekennen, was in mir vorgeht.

Dabei kam Jesus in einem stinkenden Stall zur Welt. Er kam in den Müll hinein, um aufzuräumen. Warum also lasse ich ihn nicht in mir aufräumen? Warum ziehe ich mich weiter zurück? Habe ich nicht einmal mehr den Mut, ihn hineinzubitten und aufräumen zu lassen?

Meine Erfahrungen in der letzten Zeit sind echt alles andere als gut. Einer nach dem anderen wendet sich ab, weil ich entweder zu viel Müll mit mir herum trage und durch all dies zu schwer bin. Das kann ich sogar verstehen. Beziehungen sind anstrengend. Natürlich sind sie das. Und jeder hat sein eigenes Leben zu führen mit seinen Problemen und Sorgen. Was will ich mich da noch mehr hinein geben? Ich muss ja schauen, wie ich selbst weiter machen kann.

Doch es braucht diese Beziehung. Dieses Vertrauen zu Menschen, sich öffnen zu dürfen und Einblick zu geben in sein Herz. Es ist schön, wenn man solche Beziehungen hat. Ich habe den Mut und das Vertrauen leider nicht mehr. Ich ziehe mich weiter zurück und gebe damit dem Feind das perfekte Feld über mir Herr zu sein.

Das ist nicht gut. Und ich kämpfe allein weiter. Ich lese solch wertvolle Beiträge und freue mich, dass es Hoffnung gibt, dass es anders werden kann. Ich kämpfe, indem ich weiter Gottes Wort lese und hoffe, es fällt auf fruchtbaren Boden. Ich kämpfe in einem Umfeld, in dem ich mich sehr allein fühle, Begegnungen und vielleicht auch Beziehungen wieder zuzulassen. Doch das alles sind Kämpfe und ich bin sehr geschwächt vom kämpfen. Ich wünschte, es wäre vorbei mit allen kämpfen und Jesus käme jetzt um mich aus all dem zu erlösen. Jesus ist der Sieger und ich hoffe und bete, dass er es auch über meinem Leben sein mag!

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