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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Kleinvieh macht auch Mist

2. Mai 2018

Das war ein Satz, den meine Mutter oft zu mir gesagt hat. Oder wahlweise: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert.“ Wie alt ist eigentlich dieser Satz? Pfennig gibt es schon seit 16 Jahren nicht mehr und an Taler kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Nun ja, Fakt ist: es läuft aufs gleiche hinaus.

Mit Geld umgehen kann ich. Nicht besonders gut. Ich gebe es zu. Ich lebe teilweise sehr verschwenderisch und kaufe gern Dinge ein, von denen ich meine, dass ich sie brauche. Weil sie mein Leben leichter machen. Sinnvoller. Besser. Oder so ähnlich. Da kann es dann leider sein, dass diverse Fehlkäufe in unserem Haus landen. Das war schon früher so. Meine Mutter hat ebenso gerne zu mir gesagt: „Wenn du mal eine Mark in der Hosentasche hast, dann brennt sie dir so lange ein Loch hinein, bis du sie endlich ausgegeben hast.“ Und da die Mark echt heiß war in meiner Tasche, vor allem im Sommer, und damals ohnehin die Kugel Eis nur 30 Pfennig gekostet hat, darfst du 3x raten, was ich mit der Mark gemacht habe… Sicher kommst du schon beim ersten Versuch darauf.

Und nun ist die Wochenaufgabe also, dass ich all mein Kleingeld abends in die Spardose stecken soll.

Spannende Sache. Denn das Ganze hat eine gute und eine schlechte Seite.

 


Die gute Seite

Seit 2 Tagen habe ich also meinen Geldbeutel entleert und festgestellt, dass es sich lohnt, sein Münzgeld zu sammeln, denn da kommt einiges zusammen. Da habe ich schon diverse Ideen im Kopf, was ich mit dem Geld machen möchte. Da ich immer noch sehr gerne Eis esse, wäre es eine Idee, meine Kinder dazu einzuladen und wir schlemmen uns einen dicken Bauch an. Oder ich spende es für eine gute Sache. Oder ich lade meinen Mann zu einer Portion Pommes ein. Oder einem Bier im Biergarten. Damit wäre er sicher einverstandener.

Außerdem ist es schön, dass der Geldbeutel nicht mehr so dick ist, denn vor allem die Cent nehmen doch oft viel Platz weg und machen ihn recht schwer. So habe ich jeden Morgen einen schönen, schmalen, leichten Geldbeutel. Prima!

Des weiteren muss ich nicht lange überlegen, ob ich passende Münzen habe, wenn ich an der Kasse bezahle. Ich habe einfach kein Kleingeld. Praktisch.

 


Die schlechte Seite

Oftmals ist es genau die Kehrseite der Medaille. Denn gerade an der Kasse gebe ich eben Scheine ab. Die werden mir zu Münzen gewechselt, die abends wiederum in meinem Sparschwein (bzw. Schildkröte) landen. De facto gebe ich vermutlich mehr Geld aus, als ich spare. Denn das gesparte Geld werde ich bestimmt nicht auf die Bank bringen um es dort festverzinslich anzulegen. Zumal sich diese Summen auch nicht lohnen würde. (Ich höre gerade meine Mutter: „Wer den Pfennig nicht ehrt…)

Wenn ich in die Stadt fahre, brauche ich Kleingeld für den Parkschein. Das habe ich ja nun nicht mehr dabei. Da muss ich zuerst einen Schein wechseln lassen. Es sei denn, ich wäre so klug und würde mir ein paar Münzen aus der Spardose holen. So klug bin ich leider nicht.

Und auch an der Kasse kann ich kein Kleingeld abgeben, was bedeutet, dass die Kassierer rechnen müssen (auch wenn der Rechner inzwischen fast überall das Wechselgeld aus rechnet, muss man doch wissen, wie man das Ganze in Geldform bringt…) und ich ihnen das Kleingeld abnehme, welches bei ihnen manchmal knapp werden kann.

 


So ganz genau weiß ich also noch nicht, was ich von der Aufgabe halten soll. Aber ich bin gespannt, wohin sie mich am Ende der Woche gebracht hat und ob ich dann klüger bin.

Und wenn du schon ähnliche Erfahrungen damit gemacht hast, dann lass es mich sehr gerne wissen und schreibe mir doch. Ich freue mich darüber!

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