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Die Sache mit der Akzeptanz

18. April 2018

Tanzen tu ich sehr gerne! Ich kann es nicht besonders gut, aber manchmal überkommt mich der Impuls, wild durch die Gegend zu tanzen, das Gefühl des eigenen Herzschlages besonders zu spüren oder wie sich die Atmung dabei beschleunigt. Dabei stelle ich fest: tanzen setzt Glücksgefühle frei. Wer kann schon mit verbissenem Gesicht tanzen? Wohl nur derjenige, der unbequeme Schuhe trägt, oder?

Doch „Tanz“ kommt zwar in dem Wort vor, jedoch geht es nur bedingt ums tanzen. Der Herzschlag oder die Atmung können sich durchaus auch beschleunigen, doch damit hört es auch schon auf. Glücksgefühl, wenn ich etwas akzeptiere? Fehlanzeige…

Zumindest ist es bei mir der Fall. Gerade habe ich bei Wikipedia geschaut, wie sie das Wort „Akzeptanz“ beschreiben und war überrascht, dass es durchaus mit Glücksgefühlen zusammengebracht werden kann:

Akzeptanz (von lat. „accipere“ für gutheißen, annehmen, billigen) ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, welches verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein.

Dementsprechend kann Akzeptanz definiert werden als Bereitschaft, etwas oder jemanden zu akzeptieren (Drosdowski, 1989).

Es wird deutlich, dass Akzeptanz auf Freiwilligkeit beruht. Darüber hinaus besteht eine aktive Komponente, im Gegensatz zur passiven, durch das Wort Toleranz beschriebenen DuldungAkzeptanz drückt ein zustimmendesWerturteil aus und bildet demnach den Gegensatz zur Ablehnung (Aversion).

 

 

Denn hier wird deutlich, dass ich freiwillig eine Sache annehme, mit jemandem oder etwas einverstanden zu sein.

Und nun wird mir klar, warum ich solche Probleme habe, Dinge zu akzeptieren. Ich rebelliere nämlich weiter. Ich nehme es nicht hin, bin nicht einverstanden, dass sich Menschen auf gewisse Art verhalten. Ich fühle mich verletzt, angegriffen und bin dadurch alles andere als gelassen und erkenne ihr Verhalten an. Doch genau das muss ich lernen, wenn ich weiter gehen will und mich weiter entwickeln will.

Neulich las ich einen sehr interessanten Blog, wo dieses akzeptieren so schön beschrieben wurde. Ehrlich gesagt war ich geflasht, wie jemand, der so angegriffen wurde, so schnell Frieden über diese Situation bekam. Ich musste staunen und dachte nur, dass es tatsächlich Jesus Werk sein muss. Denn ich selbst könnte in solch einer Situation nicht ruhig werden.

Heute bekam ich eine Nachricht die mich ziemlich wütend gemacht hat. Nachdem ich mit meinem Mann darüber gesprochen habe, meinte er: „Nimm das nicht so persönlich. Dem würde ich jetzt keine größere Bedeutung beimessen.“ Ja, er hat leicht reden, er ist ja auch nicht betroffen! So ist das nämlich bei mir mit der Akzeptanz: für andere kann ich auch leicht etwas akzeptieren. Doch wenn es mich persönlich betrifft, ist das nicht mehr so einfach.

Wie kann ich nun also lernen, dass es gewisse Dinge einfach anzunehmen gibt? Dass ich Umstände nicht verändern kann, so gern ich das auch tun würde? Wo muss ich lernen zu akzeptieren und wo kann ich durchaus intervenieren?

Das ist gar nicht so einfach. Jedoch fällt mir ein Gebet ein:

Herr, schenke mir die Ruhe, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann,

schenke mir die Kraft, die Dinge zu verändern, die ich ändern kann,

und schenke mir Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Kommt es nicht darauf an? Den Unterschied des ganzen mit Weisheit zu erkennen? Und wer schenkt mir diese Weisheit? Doch nur einer, der alle Weisheit besitzt.

In dem Buch, welches ich momentan lese, gibt es ein weiteres Gebet, das ich in letzter Zeit häufiger anwende:

Ich kann nicht. Aber du kannst, Herr.

 

So ist es. Ich kann nicht weiter. Ich kann nicht akzeptieren. Aber Gott kann. Er kann mir die Kraft dazu schenken, dass es auch mir gelingen kann. Das ich lernen kann aus der Akzeptanz heraus zu tanzen und daraus ein Glücksgefühl entwickle. Ich weiß nicht wie er das macht. Doch höre und lese ich in letzter Zeit von so vielen Menschen, die Gottes Frieden geschenkt bekommen, dass ich ermutigt bin in meiner Schwäche Hilfe zu erhalten. Wo ich nicht kann, kann er mich weiter tragen. Hindurchtragen. Durch den Sturm, durch die Wüste, durch die Wellen. Welch fantastische Hilfe!

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