butterfly2god

Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Mein Start in den Tag

18. April 2018

Ruhe. Entschleunigung. Die Entdeckung der Langsamkeit. Geduld.

Das alles sind Worte, die uns im Alltag begegnen und uns ansprechen.  Wie ist es, Zeit zu haben? Wie ist es, etwas langsam angehen zu lassen? Können wir das noch? Kannst du das noch? Kann ich das noch?

Diese Woche soll ich mal eine Stunde früher aufstehen und den Tag ganz langsam beginnen. Klar. Kein Problem für mich. Meinen Kindern habe ich die letzten 8-10 Jahre versucht darauf hinzuweisen, dass es ein No-Go ist wenn auf der Uhr noch eine 5 vorne steht, aufzustehen. Das klappt jetzt endlich und ich soll mir freiwillig den Wecker auf 5 Uhr stellen? Wie war das noch mit dem frühen Vogel und dem Wurm?

Doch. Ich muss sagen, da ist was dran! Denn gerade morgens geht es doch in den meisten Familien recht hektisch zu. Zum Glück arbeite ich nicht außer Haus, das heißt, ich kann mich fertig machen, wenn die Familie aufgebrochen ist. Des weiteren besucht unsere Tochter noch die Grundschule vor Ort, was bedeutet, das sich einer nach dem anderen fertig machen kann. Das nimmt ebenfalls sehr viel Hektik am Morgen raus. In 2 Jahren wird sich das auch wieder ändern, wenn dann beide die weiterführende Schule besuchen. So lange genieße ich es, ein wenig früher aufzustehen als der Wecker meines Sohnes klingelt und die einzige Kuschelzeit des Tages zu nutzen, die er mir noch zugesteht. Ich klettere in sein Bett, wir kuscheln uns aneinander, ich kraule ihn ein wenig und freue mich wie Bolle, dass er genauso wenig morgenmuffelig ist wie ich. Was gibt es schlimmeres für jemanden, dem das Aufstehen recht leicht fällt, als einen Morgenmuffel? Nein, ich bin dankbar für die ersten geflüsterten, liebevollen Worte, die wir wechseln. Auch meinem Sohn fällt das Aufstehen recht leicht. So zieht er sich an, während ich den Tisch decke. In der Küche sind wir zusammen, besprechen noch ein paar Dinge die am Tag anstehen. Dann zieht er los, seiner Wege und ich habe meine Jesus-Zeit. Mit einem Kaffee sitze ich im Wohnzimmer und lese in der Bibel.

Wie wäre es jetzt, wenn ich diese Zeit hätte noch bevor ich einen Handgriff tun muss? Wäre es nicht noch verlockender Gottes Wort zu lesen, es in mir aufzunehmen und dann den Tag mit Kindern und Pflichten zu starten?

Noch bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Tagesbeginn. Weil es einfach nicht hektisch oder stressig ist. Das löst sich ziemlich schnell auf, wenn es auf die Mittagszeit zugeht. Dann müssen Kinder abgeholt, Mittagessen gekocht, Termine organisiert und jongliert werden. Der Mittag und Nachmittag ist für mich die viel stressigere Zeit. Da wünschte ich mir manches mal, ich könnte die Uhr um eine Stunde vorstellen, damit ich noch ein wenig Ruhe habe. Leider gelingt das auch nicht. Denn ich lasse mich sehr schnell vom Stress und der Unruhe auffressen und gerate immens unter Druck.

Daher genieße ich den Morgen. Mit Jesus. Mit seinem Wort. Diese Zeit ist mir unglaublich wichtig geworden. Und wenn sich dann im nächsten Jahr (… sprach ich nicht vorhin von 2 Jahren??? Hilfeeeee! Meine Tochter ist schon so groß!!!) wieder alles ändern wird, wer weiß? Vielleicht stehe ich dann wirklich immer um 5 Uhr auf. Um diese Zeit für Jesus und mich zu haben. Das weiß ich noch nicht. Aber es könnte durchaus sein…

Wie ist es bei dir? Wie beginnt dein Tag? Stehst du vor den Kindern auf, oder mit ihnen? Wie organisierst du den oft stressigen Morgen? Schreibe mir doch gerne in den Kommentaren. Ich freue mich darüber!

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