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Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Spiralenwirbel

11. April 2018

Gönn dir was. Schlicht und einfach ist diese Aufgabe gehalten. Ok, da steht noch ein Ausrufezeichen. Es ist durchaus als Aufforderung zu verstehen. Aber nicht, in welche Richtung das gehen soll.

Kennst du das auch? Du siehst dir etwas an, hörst einen Satz dazu und sofort zeichnet sich in dir ein Bild. Wenn du denselben Satz hörst mit einem anderen visuellen Reiz dazu, stellt es sich oftmals anders dar. So etwas erlebe ich ziemlich oft. Als ich mir dieses Bild ansah, dachte ich sofort an shoppen gehen. Nicht unbedingt so, wie die Person auf dem Bild, aber doch etwas kaufen, was ich gern haben möchte.

Aber muss es das sein, was ich mir gönne? Materielle Befriedigung? Nicht unbedingt. Mir fiel bei weiterem Nachdenken eine ganze Liste mit Dingen ein, die ich mir gönnen kann. Baden gehen, einen ruhigen Abend mit einem Buch, eine Massage, einen schönen Film ansehen, bei Frühlingswetter spazieren gehen, einen leckeren Kaffee trinken, nähen, Kuchen essen, ausschlafen…

Das sind alles Dinge, die mir gut tun. Und ja, es ist keine Frage: mir muss es gut gehen, damit ich Kraft habe für den Alltag.

Doch es erschöpft sich nicht in Dingen, die mir gut tun und von denen kein anderer etwas hat. Der Gedanke drängte sich mir ein wenig auf, als ich das Bild sah mit der Aufforderung: gönn dir was! Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der wir oft nur an uns selbst denken und weniger an den anderen. Ich selbst nehme mich nicht davon aus. Leider. Doch je mehr ich mich um mich selbst kreise, desto enger wird auch die Spirale. Ich drehe mich so flott um mich, dass ich dabei den Blick auf die anderen verliere. Das jedenfalls tut mir auf lange Sicht nicht gut. Da darf ich mir einen Ausbruch gönnen. Einen Ausbruch aus der Spirale, die mich schwindelig macht, weil ich keinen Fokus mehr habe.

Mir kam ein Lied in den Sinn. „Desert Song“ von Hillsong. Ich liebe dieses Lied, weil es mich darauf hinweist, dass ich selbst in der Wüste, in Anfechtung und Leid immer einen Grund habe zu loben und zu preisen. Das könnte ich mir öfter gönnen. Unseren Schöpfer zu loben, auch wenn ich gerade eine schwierige Zeit durchmache. Wenn ich nämlich den Fokus auf Jesus richte, dann bleibe ich stehen. Ich höre auf, in der Spirale zu kreiseln. Die letzte Strophe in dem Lied lautet:

 

This is my prayer in the harvest,

when favour und providence flow

I know i´m filled to be emptied again

the seed I´ve received I will sow.

 

Dabei dachte ich, dass es das Motto der Woche ziemlich gut trifft. Ich kann und darf mir etwas gönnen, damit ich es an andere weiter geben kann. Denn nur wenn ich selbst angefüllt bin mit Zufriedenheit, Dankbarkeit, Frieden, Freude, bin ich auch in der Lage, diese weiterzugeben. All das finde ich, wenn ich meinen Blick auf den richte, der all das gibt. Weg von mir. Hin zu ihm.

Daher gönne ich mir in dieser Woche eine ganze Menge Fokuswechsel. Spiralenausstieg.

Wie ist es bei dir? Gibt es etwas, was du dir von Zeit zu Zeit gönnst? Hast du Rituale, die dir gut tun und bei denen du merkst, dass du danach wieder für andere da bist? Dann berichte mir doch gerne davon!

 

Und jetzt einmal laut stellen und genießen:

Desert Song

 

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