butterfly2god

Gedanken
Glauben

1. Hilfe

10. März 2018

Was tust du, wenn du gerade durch eine geistliche Dürreperiode läufst? Oder kennst du so ein Phänomen überhaupt nicht? Ich gebe zu, dieser Umstand ist mir sehr vertraut.

Zur Zeit durchlaufe ich eine solche Wüste. Das ist nicht leicht, wenn man mit so vielen Anfechtungen zu kämpfen und das Gefühl hat, zu ertrinken. Da bekommt die Geschichte von den Jüngern im Boot eine ganz neue Bedeutung. Du kennst sie vielleicht? Die Jünger fahren über den See und Jesus hat sich hingelegt. Das kann ich absolut verstehen. Der Mann hatte ständig zu tun! Immer waren Leute um ihn herum. Dauernd musste er heilen. Unablässig wollte jemand etwas von ihm. In einer Tour musste er den Pharisäern etwas erklären. Kein Wunder, dass er einfach müde und erschöpft war und nur noch schlafen wollte. Das hat er auch tief und fest getan. Inzwischen war jedoch ein Sturm aufgekommen. Das Schiff schwankte bedrohlich auf den Wellen und die Jünger waren in heller Aufregung. Sie dachten keine Sekunde an Schlaf. Eher waren sie mit den Gedanken daran beschäftigt, wie sie diesen Sturm, diese Wellen überleben sollten!

Mir geht es so, wie den Jüngern. Ich versuche im Sturm des Lebens die Oberhand zu behalten. Dagegen anzukämpfen. Das ist sehr mühsam. Den Jüngern wird es auch nicht anders ergangen sein. Sie waren sicher schon sehr müde vom Wasser schöpfen. Davon, die Ladung zu sichern, oder eben über Bord zu schmeißen. Die Segel einzuholen oder eben so zu setzen, dass sie nicht reißen. (Ich habe null Ahnung vom Segeln…) Sicher hatte auch der ein oder andere mit einer gewissen Übelkeit zu kämpfen. Und dann diese Angst!

Was kannst du nun also  tun, wenn du in solch einer Situation bist, die dir so gänzlich über den Kopf zu wachsen droht?

Was haben die Jünger getan?

Ihr Blick fiel auf Jesus, der in seiner Ecke seelenruhig schlief. Unverständnis befiel sie. Wie bitte kann man bei dem Sturm schlafen???? Sie weckten ihn und riefen: „Jetzt mach doch mal was! Hilf uns! Wir gehen unter!!!!!“ Doch was macht Jesus? Du weißt es. Er stellt sich hin und befiehlt dem Sturm endlich still zu sein.

Vielleicht wollten sie tatsächlich nur, dass er ihnen half, über Wasser zu bleiben. Vielleicht hatten sie aber doch schon so viel mit ihm erlebt, dass sie darauf vertrauten, dass er sie rettete. Meiner Meinung nach war es ersteres. Denn nach dieser Aktion von Jesus fragten sie sich: „Wer ist dieser Mann, dem sogar Wind und Wellen gehorchen?“ Das lässt ein wenig erahnen, dass sie es immer noch nicht richtig begriffen hatten.

Tja, auch hier bin ich einer dieser Jünger. Denn auch ich habe schon Wunder mit Gott erlebt und dennoch traue ich ihm nicht recht zu, meinen Sturm zu stillen. Sehr verrückt.

Doch ich glaube, dass wir auch in solchen Situationen einen 1. Hilfe-Plan an der Hand haben können, der uns wieder neu ausrichtet. Der unseren Blick auf Jesus zurück führt. Meine persönliche Hit-Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch möchte ich sie gern mit dir teilen:

Täglich die Bibel lesen

Ich gebe zu, dass ist eine sehr komplexe Aufgabe. Doch ich habe gemerkt, dass ich nun, wo ich wirklich sehr, sehr große Zweifel habe, eine gute Gewohnheit in guten Zeiten gepflegt habe. Manchmal kam es mir überflüssig vor, die tägliche Lese zu bewältigen. Doch jetzt merke ich, warum es gut ist. Durch die tägliche Lektüre, werde ich neu erfrischt und zum Nachdenken angeregt. Viel Kraft habe ich nicht, mich der Lese täglich zu widmen. Aber es ist eine gute Gewohnheit, die mich dann doch mit der nötigen Kraft für den Tag ausstattet.


Lobpreis hören

Neulich fuhr ich eine längere Strecke mit dem Auto und nutzte die Gelegenheit auf Youtube die Lieder zu hören, die mir gut tun. Dabei hörte ich 2 Lieder, die mir so viel Kraft gegeben haben! Dabei stellte ich fest, dass es einfach mein Zugang ist zu Gott. Mal wieder stellte ich das fest! Immer wieder neu merke ich das und bin jedes Mal überrascht. (Wie die Jünger!!!) In den Liedern wird Gott gepriesen. Daher wohl der Name „Lobpreis“. Da ist wenig Platz für dunkle Abschnitte, wie ich sie durchaus auch mal in der Bibel lese. Es geht um Gottes Größe, um seine Macht und um seine Ehre! Der Blick wird auf das gerichtete, um was es geht! Gott ist größer als all meine Probleme und Stürme! Sage Gott nicht, wie groß deine Probleme sind, sondern deinen Problemen wie groß Gott ist. Genau das ist es nämlich!


Beten mit anderen

Das ist nicht immer so einfach. Doch wenn sich die Gelegenheit ergibt und ich mich mit anderen Christen treffe, dann tut mir das gemeinsame Gebet sehr gut. Denn mein Gegenüber kann mich dorthin tragen, wo ich alleine so schwer hinkomme. Oder er kann mich einfach mitnehmen zu Gott, auch wenn es um Anliegen gehen, die nichts mit mir zu tun haben. Schon alleine die Gegenwart Gottes kann so viel Kraft geben und dort kann ich auftanken.


Gute Bücher lesen

Ja, auch das ist eine Möglichkeit, mich daran zu erinnern, wer Gott ist. Es gibt so viele gute Bücher, die mir dabei schon geholfen haben. Zum Glück sitze ich an der Quelle, da ich einem Buchladen arbeite. Da ist es natürlich schön, zu stöbern und mich ansprechen zu lassen von den Büchern. Es waren schon so einige Schätze dabei!


Tagebuch schreiben

Die guten Erlebnisse konsequent aufzuschreiben und dann zu lesen, wenn sie in Vergessenheit geraten wollen, ist eine sehr hilfreiche Möglichkeit, mir wieder vor Augen zu führen, was Gott schon alles für mich getan hat. Wenn ich das so lese, bin ich oft überrascht und erstaunt, dass ich ja diejenige war, die es so erlebt hat. Es war also absolut wahr!!! Es wurde mir nicht von irgendjemanden erzählt, sondern es war mein eigenes Erleben.


Ermutigende Bibelverse aufschreiben

Seit diesem Jahr habe ich mir ein Notizheft angelegt, in dem ich die Verse aufmale, die mir gut tun. Sicher ist es immer relativ zu betrachten, wenn Verse aus ihren Zusammenhang gerissen werden. Doch die Bibel ist voll mit Schätzen, die positiv zu mir sprechen. Manchmal lese ich die Verse betonter, die moralisch daher kommen. Die mir wie ein drohender Zeigefinger erscheinen. Versteh mich nicht falsch! Die Bibel ist auch dazu da, dass sie mich korrigiert. Doch ich lese manchmal einige Texte mit viel Schwermut. Da ist es ein guter Gegenpol, die positiv auf mich wirkenden Verse, aufzuschreiben. Zusätzlich habe ich mir ein paar Möglichkeiten angeschaut (Pinterest sei Dank!), wie ich die Buchstaben und die ganze Seite schön gestalten kann, so dass es mir auch noch Spaß macht, die Verse zu malen und sie mir wieder anzusehen.

 

Hast du noch mehr Ideen oder Tipps, die dir helfen, deinen Blick auf Jesus zu richten und ihm den Sturm in die Hand zu legen? Dann bin ich dir supermegadankbar, wenn du die Liste noch erweiterst!

  1. Danke für die Erinnerung… eine gute Sammlung! Was mir noch einfällt…

    Jemanden bitte, für mich zu beten. In den Himmel schauen und sagen „Gott, du bist da.“ Bibelverse laut aussprechen als Verheißung über mein Leben. Die Augen schließen und einfach in Gottes Gegenwart sein. Einen Bibelvers auswendig lernen. Eine gute Internet-Predigt hören (es gibt so tolle…) oder eine ermutigende Sendung anschauen (z.B. ERF „Mensch Gott“).

    Gott segne dich in deiner Wüstenzeit…

    Liebe Grüße, Martha

    1. Vielen Dank, liebe Martha! Du hast vollkommen recht, die Predigt habe ich vergessen🤔 Danke auch für die tolle Erweiterung der Liste!
      Liebe Grüße, Astrid

  2. ….raus an die luft und laufen….dabei stelle ich mir vor, dass jesus direkt neben mir geht, oder wir hand in hand laufen….dann erzähle ich ihm einfach so was mich bewegt oder was mir in der natur auffällt…..ich warte dann dass er mir auch was „erzählt“ , wie wenn ich mit einer freundin unterwegs bin……
    das ist nicht immer weltbewegnd…..allerdings hilft mir es sehr….auch das tiefe luft holen dabei…..
    herzlichst
    annette

    1. Danke Annette! Ja, wenn ich laufen gehe im Wald nehme ich Jesus immer mit😉 doch dazu komme ich leider gerade aus Zeitgründen nicht wirklich. Es soll jedoch wieder besser werden 🖒
      LG Astrid

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