butterfly2god

Gedanken
Wednesday Challenge 2018

Du wirst beobachtet…

7. Februar 2018

Dreh das Autoradio auf und sing aus voller Kehle mit!

Yeah! Die Wednesday Challange läuft doch richtig gut! Sowas mache ich ständig! Ich habe letzte Woche schon geschrieben, dass ich das Singen liebe. An vielen möglichen und unmöglichen Orten singe ich. Daher fällt es mir weder schwer, diese Aufgabe zu erledigen noch würde ich sagen, dass ich das nicht sogar schon geschafft habe. Hurra! Wir lesen uns dann nächste Woche wieder. Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit. Hasta la vista. Bye bye.

Halt!!! Moment. Steht da nicht noch was in Klammern? (erst recht, wenn du beobachtet wirst). Steht das da tatsächlich? Okay. Dann bekommt das Ganze eine andere Dimension.

Ehrlich gesagt, waren das genau meine Gedanken. Zuerst dachte ich „Ein weiteres Heimspiel für mich, im Auto singe ich gern und viel.“ Doch dann las ich den Klammertext und kam ins Nachdenken. Durchaus ist es schon vorgekommen ist, dass ich lauthals singend im Auto sitze und dabei beobachtet werde. Meist nicke ich dann dem Beobachter zu und höre auf zu singen. Weil es mir doch peinlich ist.

Und darüber kam ich noch weiter ins Nachdenken. Geht es uns nicht ziemlich oft so, dass wir etwas machen (bewusst oder unbewusst) damit jedoch aufhören, sobald wir merken, dass wir beobachtet werden? Mir kommt das jedenfalls sehr bekannt vor. Und es passiert nicht selten.

Warum betrifft es allerdings nicht mein ganzes Leben? Warum höre ich nur auf mit dem, was ich tu, wenn ich von Menschen beobachtet werde?

Wobei es auch Menschen gibt, die es lieben bei allem (und damit meine ich wirklich allem!) beobachtet zu werden. Nicht umsonst gibt es soviele Shows, in denen sich Menschen vor der Kamera zu Affen machen und die wildesten Dinge tun. Vor allem Casting Shows, aber auch die Suche nach Mr. oder Mrs. Right bis hin zu Big Brother. Mal ehrlich: Ich finde es durchaus auch manches Mal schön, wenn man mir zusieht und mir Aufmerksamkeit schenkt. Doch es gibt Grenzen. Ich möchte entscheiden, welche Seite von mir zu sehen ist und welche nicht. Es wird also kontrolliert von mir, welchen Blick auf mein Leben ich anderen zugestehe. So ist es auch hier. Natürlich finde ich es schön, wenn Menschen meinen Blog lesen und am Ende evtl sogar noch einen schönen Kommentar hinterlassen. Doch auch wenn ich hier sehr ehrlich bin und vieles aus meinem Gefühlsleben offenbare, kennt ihr doch nicht jede Facette meines Seins. Und das aus gutem Grund.

Doch es gibt jemanden, der mich durch und durch kennt. Der mich jederzeit sieht und in jeder Sekunde meines Lebens bei mir ist. Kennst du ihn auch? Sein Name ist Jesus Christus.

Neulich haben wir in einem Gottesdienst „Lord I need you“ gesungen von Matt Maher. Ein wunderschönes Lied, welches ich jederzeit aus vollem Herzen mitsingen kann. „Every hour I need you“. Es ist doch nämlich so: Jesus sieht alles! Die guten Dinge, die mir gelingen, jedoch auch die schlechten. Ja, davon gibt es auch einige. Er sieht jedoch auch diese Seiten in und an mir, die ich keinem anderen zeige. Er sieht mir direkt ins Herz und erkennt darin manches Mal eine Schlangengrube. Und genau hier brauche ich Jesus jede Stunde meines Lebens. Mindestens.

Warum mache ich mir also so selten bewusst, dass Jesus alles sieht und weiß? Warum lasse ich zu, dass es in meinem Herzen Neid und Eifersucht, Wut und was weiß ich was gibt? Warum höre ich dann nicht sofort auf mit allem schlechtem, so wie ich im Auto das Singen lasse?

Das Lied von Matt Maher sollte eigentlich für mich heißen „Every second I need you“. Denn manches Mal reicht nicht nur eine Stunde, in der ich mir bewusst mache, dass Jesus mich anschaut, mich sieht. Es gibt Zeiten, da muss ich mir mehrmals in der Stunde bewusst machen, dass ich gesehen werde bei dem, was ich tue, was ich denke, was ich sage, was ich ansehe, was ich höre, was ich lese.

Also werde ich die Challenge ein wenig ausweiten, da ich ja im Auto gern singe. Ich möchte mir diese Woche einfach mehr und mehr bewusst machen, dass Jesus mich in jeder Situation meines Leben sieht. Ich möchte Dinge verstärkt tun, an denen er Freude hat. Und Dinge lassen, die mir nicht gut tun. Ich möchte mir bewusst machen, dass ich in allen Dingen beobachtet werde. Aber nicht, weil jemand mir das Leben schwer machen will, sondern einzig und allein, weil ich so geliebt werde, dass es Jesus wichtig ist, bei mir zu sein. Weil er eine Beziehung zu mir haben möchte. Und wer eine Beziehung mit jemandem haben möchte, möchte auch Zeit mit ihm verbringen. Da ich auch gern eine Beziehung zu ihm haben möchte, ist es mir ein Anliegen, ihm eine Freude zu machen. So ist es ein Kreislauf, der uns beiden gefällt.

Mehr als alles hüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.

Sprüche 4,23

Wie geht es dir damit, wenn du dir bewusst machst, dass dich jemand beobachtet? Lass doch gern einen Kommentar da oder schreibe mir direkt. So oder so: ich freue mich, von dir zu lesen!

Bis nächste Woche bei der nächsten Aufgabe!

Und hier noch zum anhören, laut drehen und mitsingen:

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