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Gedanken
Jesus

Der Tausch

28. Januar 2018

Manche Menschen sind sichtbar von Gott begabt. Wenn dir solch ein Mensch begegnet, dann weißt du es einfach. Du spürst es aus jeder Zelle seines Wesens strömen. Letztens las ich ein Zitat von Tobias Teichen:

Gott schenkt nicht den Menschen Gaben, sondern der Kirche begabte Menschen.

 

Dem 2. Teil des Zitates stimme ich total zu. Aber im ersten Teil hat er einfach nicht recht. Gott schenkt Gaben! Und die sehen bei jedem anders aus. Natürlich. Wenn jeder die Gabe der Evangelisation hätte, dann sähe es schlecht aus. Wer würde dann die Menschen aufnehmen? Wer würde heilen? Wer wäre Hirte? Wer würde beten?

Daher glaube ich: Gott schenkt den Menschen Gaben und der Kirche seine begabten Menschen.

Gestern habe ich solch einen Menschen erleben dürfen, der von Gott begabt ist und sich mit seinen Gaben der Kirche, also auch Gottes Reich zur Verfügung stellt. Es war ihm möglich, die Botschaft des Evangeliums so klar und knapp zu zeichnen, dass ich völlig baff war. Es war eigentlich ein Jugendgottesdienst und zu der Altersstufe gehöre ich nicht mehr so ganz. Doch es waren auch Junggebliebene eingeladen und zu denen würde ich mich gern gesellen. Die Einzige war ich nicht. Es waren noch ein paar Spätjugendliche wie ich anwesend. Schon allein die Atmosphäre, beim Eintritt in die Kirche war spitze! Es waren bunte Lichtstrahler aufgestellt, die schon von außen lebendige und einladende Zeichen sandten. Als ich eintrat, stand ein Tischkicker dort, eine Lounge war aufgestellt, in der sich eine Gruppe einfand, überall waren Gespräche und Leben. So wie ich es liebe. So sollte es auch sonntags sein. Leben.

Die Jugendband war etwas verpeilt. Zwischenzeitlich dachte ich, da machen sich so viele Menschen Gedanken, wie die Abläufe sein sollen und wir wollen ein perfektes Bild präsentieren. Aber es geht auch anders. Klar ist es hilfreich, wenn die Abläufe klar und sauber sind. Aber hey! Es geht darum Gott die Ehre zu geben und das haben sie getan. Sie haben das, was sie gesungen haben, transportiert. Auch wenn Patzer dabei waren. Es hat nicht großartig gestört.

Dann kam der junge Erwachsene nach vorne und schaffte es sofort, die Besucher des Gottesdienstes abzuholen. Er bezog sie ein und nahm sie mit in das, was er deutlich machen wollte. Und wie er das machte! Er hat so glasklar formuliert um was es geht, das es mich beeindruckt und fasziniert hat. Sagte ich schon. Ich weiß. Aber das hat es echt!

Wer das Evangelium kennt und weiß, was Jesus getan hat, dem ist das nichts Neues mehr. Doch mir geht es so, dass ich es nicht oft genug hören kann. Oder auch, dass es mir immer wieder neu bewusst wird, was damals am Kreuz tatsächlich geschah.

Beziehungsweise fing das alles mit der Geburt an. Jesus wurde schon im ersten Teil der Bibel als Retter der Menschen durch die Propheten (die übrigens auch ihre Begabung von Gott hatten) angekündigt.

Gott hat sich ganz zu Anfang, bei seiner Schöpfung gesagt: „Lasst uns Menschen machen als Abbild von uns, uns ähnlich.“ Er hat sich also schon ganz am Anfang nach einer Gemeinschaft mit den Menschen gesehnt. Er wusste vom ersten Tag, dass die Menschen ihn enttäuschen werden. Dennoch hat er sich danach gesehnt, seine Liebe weiterzugeben. Warum bekommen wir Menschen Kinder? Um uns unsterblich zu machen? Um unser Leben vollständig zu machen? Um unsere Liebe immer weiter geben zu können? Viele Eltern sagen, dass ihre Kinder ihr Leben erst komplett und vollständig gemacht haben. Ich glaube, so ungefähr könnte es auch bei Gott gewesen sein. Er fühlte noch einen Teil unausgefüllt und wollte seine unendliche Liebe weitergeben. Da Gott jedoch Gott ist und alles schon im Voraus kennt, wusste er, dass die Menschen ihn gleich von Anfang an enttäuschen würden. Und er wusste, dass er eines Tages Jesus als Mensch auf die Erde schicken musste, damit die Menschen von ihrer Schuld rein gewaschen werden können. Das war sein Plan von Anfang an, wie es in Epheser 1,4 steht.

Denn in ihm (Jesus) hat er uns schon vor Erschaffung der Welt erwählt, einmal heilig und untadelig vor ihm zu stehen.

 

In Hiob 9,27-31 habe ich heute gelesen:

Selbst wenn ich mir sagte: ´Ich will meine Trauermine ablegen und ein fröhliches Gesicht zeigen`, hätte ich doch Angst, vor weiteren Schmerzen. ich weiß, dass du, Gott, mich nicht freisprechen wirst. Ich werde auf jeden Fall für schuldig befunden. Wozu soll ich mich also noch anstrengen, wenn ohnehin alles ins Leere läuft? Wenn ich mich mit Schnee wüsche und meine Hände mit Lauge reinigte, würdest du mich in ein Schlammloch werfen, und ich wäre so schmutzig, dass meine eigenen Kleider sich vor mir ekelten.

 

Tja. Was haben wir doch für ein großes, großes Glück, dass wir diese Zeilen mit der „Jesus-Brille“ lesen dürfen! Er hat alles getan, dass wir sauber bleiben dürfen, dass wir nicht mehr schuldig werden und dass sich niemand vor uns ekelt. Nicht einmal Kleider.

Der Jugendprediger hat es so eindrücklich deutlich gemacht, dass ich einfach nur staunen konnte. Jajaja, ich weiß. Wiederholung.

Er sagte, Jesus wurde als König angekündigt und wenn jemand als Prinz geboren wird, dann stehen ihm folgende drei Dinge zu:

  1. Ehre und Anerkennung
  2. Segen und Liebe
  3. Leben

Das sind die Dinge, die einem König sozusagen mit in die Wiege gelegt werden. Das Volk jubelt ihm zu, es liebt seinen König, schon von Prinzesbeinen an und es sorgt dafür, dass er ein langes Leben hat. Zumindest dann, wenn er ein guter Monarch ist. Und Jesus war ein guter König! Er war frei von Sünden. Selbst Pontius Pilatus musste erkennen, dass an Jesus keine Schuld war und wollte ihn freisprechen. Doch was war es, was Jesus bekam? Tatsächlich sah es so aus:

  1. Ablehnung und Anklage
  2. Fluch und Hass
  3. Tod

Das sind die Gegensätze von dem, was einem König gebührt. Vor allem einem, der gerecht ist. Der den Kranken hilft, den Armen beisteht, Tote wieder lebendig macht und auch sonst nichts verwerfliches an ihm ist.

Doch das Volk verachtete Jesus. Es verspottete ihn. Verfluchte ihn. Und verlangte schließlich, dass man jemanden frei ließ, dessen Verbrechen (Volksaufstand und Mord!!!) überführt waren. Doch es war ihnen lieber, wieder einen Verbrecher aufzunehmen, als Jesus weiter machen zu lassen. So wurde Jesus ans Kreuz gebracht.

Und weißt du, warum er das getan hat? Dafür gibt es nur einziges Wort: Aus Liebe.

Aus Liebe zu den Menschen. Aus Liebe zu dir. Und zu mir. Weil das der Weg war. Er musste Ablehnung, Anklage, Fluch, Hass und den Tod auf sich nehmen, was er nie, zu keinem Zeitpunkt seines Lebens, verdient hat. Und für wen noch mal hat er es getan? Wenn wir zurück denken an Hiobs Worte? „Ich werde auf jeden Fall für schuldig befunden.“ Er hat es für dich und für mich getan! Ich habe es verdient, angeklagt und abgelehnt zu werden, gehasst und verflucht zu werden und dann im Tod zu enden. Denn ich begehe täglich nicht nur einen Fehler, sondern unzählige. Aber ich muss mir diese Schuld nicht mehr auferlegen. Denn Jesus hat dafür mit seinem Blut gezahlt, damit das, was ich niemals verdient habe: Ehre, Anerkennung, Liebe, Segen und Leben in meinem Leben sein können. Er hat es gerade umgekehrt. Bist du dir dessen bewusst, was das heißt? Denn die größte Liebe zeigt der, der sein Leben für seine Freunde hingibt! Jesus hat es für dich und für mich getan. Einzig eines müssen wir noch tun: Dieses Liebesgeschenk annehmen.

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