butterfly2god

Gedanken
Zweifel

Voller Erwartung

5. Dezember 2017

Advent bedeutet Ankunft. Wir warten auf die Ankunft des Retters. Jesus ist der Retter!

Meine Tochter fragte mich neulich, wie alt Jesus denn nun würde, denn schließlich feiern wir an Weihnachten ja seinen Geburtstag. Und ich sagte ihr, dass als Jesus auf die Welt kam, das Jahr 0 war. Sie rechnete kurz (oder überlegte, was ja in jedem Fall das gleiche ist) und sagte: „Wow! 2017 Jahre ist er schon alt!“

Ja. 2017 Jahre ist es her, dass Jesus das erste Mal auf die Erde kam, als kleines Baby. Hilflos und genauso abhängig von seinen Eltern und derer Liebe, wie es auch heute noch so viele Jahre später der Fall ist. Babys sind immer auf die Fürsorge ihrer Eltern oder Bezugspersonen angewiesen.

In der Bibel wird uns vorausgesagt, dass Jesus noch einmal wiederkommt. Dass dann eine neue Welt beginnt und Jesus diejenigen, die an ihn glauben, in diese Welt mitnehmen wird. Tolle Vorstellung!

Doch ich habe immer wieder meine Zweifel, ob ich auch einmal zu denen gehöre, die mit Jesus in die neue Welt einziehen. Mich quält die Vorstellung, dass ich nicht gut genug bin. Dass er, wenn er dann kommt, auf mich schaut und denkt: „Ähm. Nein. Tut mir leid. Aber du hast dich nicht genug angestrengt in deinem Leben. Du hast deine Chance nicht genutzt. Ich muss leider ohne dich planen.“

Das ist eine schlimme Vorstellung für mich, weil ja schließlich genügend Bilder gezeichnet werden, die aufzeigen, wie ein Leben ohne Gott ist.

Heute las ich im 1. Johannes 5, 16-19


 

Wenn jemand seinen Bruder oder seine Schwester sündigen sieht und es sich dabei um eine Sünde handelt, die nicht zum Tod führt, soll er bei Gott für sie eintreten, und Gott wird ihnen das Leben geben. Wie gesagt, das gilt dann, wenn sie eine Sünde begangen haben, die nicht zum Tod führt. Es gibt allerdings auch eine Sünde, die den Tod nach sich zieht; sie meine ich nicht, wenn ich dazu auffordere, ´für die in Sünde geratenen Geschwister` zu beten.
Zwar ist jedes Unrecht Sünde, aber nicht jede Sünde führt zum Tod.
Wir wissen, dass jemand, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; denn der Sohn Gottes hält seine schützende Hand über ihn, sodass der Böse – ´der Teufel` – ihm nicht schaden kann.
Wir wissen, dass wir von Gott stammen, wissen aber auch, dass sich die ganze Welt in der Gewalt des Bösen befindet.

 


Und mir wurde schlecht. Wirklich schlecht. Denn Johannes beschreibt hier nicht näher, was er mit der Sünde meint, für die niemand mehr beten muss, weil sie den Tod nach sich zieht. Meine größte Angst und Sorge ist, dass ich einfach nicht aus meinen Verstrickungen frei komme. Dass ich mein Leben nicht ändern kann, auch wenn ich weiß, dass ich nicht so lebe, wie es Gott gefällt. Ja. Ich arbeite in der Kirchengemeinde mit. Ja. Ich bete. Ja. Ich höre Lobpreis und danke und ehre Gott für die Schöpfung. Dann aber gehe ich mit meinen Kindern oder Mann lieblos um. Dann helfe ich nicht dem Menschen, der meine Hilfe gerade benötigt. Dann bin ich voller Wut gegen jemanden, der mich verletzt hat. Dann denke ich nur an mich und daran, dass es mir gut geht. Und das frisst mich auf. Nach und nach immer mehr. Ich versuche mich krampfhaft an dem festzuhalten, was ich lese. Doch dann kommt solch ein Peitschenschlag. Denn wenn ich lese: Das Böse schadet mir. Es sitzt in meinen Gedanken und jubelt und feuert mich an: Jaaaaa, los! Hau doch mal wieder eine Unverschämtheit raus! Jaaaaaa, genau! Du bist so dämlich und eine Versagerin! Du willst was Gutes tun? Vergiss es! Du kannst es doch nicht! Du hast die Idee, dass du mit deinem Job was leistest? Nein!!!! Millionen Menschen können das viiiieeel besser als du!

Ja, so spricht er zu mir. Ich weiß, dass ich von Gott stamme. Aber das Böse hat mich dennoch in der Hand. Das finde ich sehr schwierig auszuhalten.

Doch dann. Plötzlich leuchtet ein Licht auf. Ein Vers, der aus dem gesamten Johannes-Buch heraus scheint. Er steht zwar schon eher da, im vierten Kapitel, um genau zu sein. Doch er hilft mir, diese Verse in Kapitel 5 durch eine andere Brille zu lesen. Klar. Ja. Ich habe immer noch Angst. Und die wird erst dann verschwinden, wenn der Tag der Ankunft tatsächlich kommt. Wenn Jesus mich anschaut und sagt: „Komm. Wir gehen gemeinsam. Du hast nicht alles richtig gemacht. Aber eine Sache hast du vollkommen richtig gemacht. Und das ist das Wichtigste!“

 


 

Ob jemand den Geist Gottes hat, könnt ihr an diesem Merkmal erkennen: Wer bekennt, dass Jesus Christus als wirklicher Mensch zu uns kam, der hat den Geist Gottes.

 


Es erscheint viel zu einfach. Einfach nur zu bezeugen, dass Jesus wirklich als Mensch kam um uns zu retten. Doch das ist das Alleinstellungsmerkmal.  Denn nicht alle Menschen können das bezeugen. Viele denken, dass Jesus (wie ein Bekannter es einmal  ausgedrückt hat) ein „knallgeiler Sozialarbeiter“ war. Oder dass er einfach ein supernetter Mensch war, der medizinische Begabung hatte. Nein! Das glaube ich nicht eine Sekunde. Ich glaube daran, dass Jesus der Sohn Gottes, des allmächtigen, des Schöpfers des Himmels und Erde ist, dein und mein Schöpfer. Und ich glaube daran, dass er eines Tages (und ich hoffe, dass es nicht noch einmal 2017 Jahre dauern wird!) zurück kommt und mit uns seine neue Welt bauen wird. In der alles Leid, alle Not und alle Ungerechtigkeit ein Ende haben werden.

Ich genieße diese Adventszeit und warte sehnsüchtig auf die Ankunft deines und meines Retters!!!!

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