butterfly2god

Gedanken
Jesus

Hinter dem Nebel

26. Oktober 2017

Die Sonne scheint von einem blassen „Fastnovemberhimmel“.

Die Farben der restlichen Blätter an den Bäumen leuchten in der Sonne.

Der Weg führt mich durch die Sonnenstrahlen hindurch.

Hindurch – direkt in eine Wand aus Nebel.

Mein Blick ist getrübt.

Die Blätter haben ihre Leuchtkraft verloren. 

Die Farben verschluckt vom Nebel.

Mein Leben ist manchmal ebenso trüb. 

Alles das, was sonst so hell leuchtet, scheint verschluckt zu werden.

Im Nebel zu versinken.

Doch die Sonne ist da. 

Sie scheint über dem Nebel.

Dort sind Farben und sie leuchten vielversprechend!

So ist auch Jesus. 

Er kommt in mein Leben, da wo es vom Nebel durchdrungen scheint.

Er ist so hell wie die Sonne.

Er ist da!

Da wo ich ihn nicht sehe, weiß ich dennoch: er ist da!

 

So habe ich es heute morgen empfunden, als ich auf dem Weg zur Arbeit war. Aus der Sonne heraus kam ich in eine Brühe aus Nebel. Dennoch wusste ich, dass die Sonne da war! Sie war real, nur ein paar Sekunden zuvor noch zu sehen.

So ist es auch mit meinem Glaubensleben. Manches Mal erlebe ich Zeiten, in denen ich nichts von Gott sehen kann. Wo ich ihn nicht spüren kann. Doch ich weiß, dass er da ist. Ich muss mich nur daran erinnern, dass er vor ein paar Sekunden noch da war:

  • Als ich mit meinem Sohn gekuschelt habe und die letzten warmen Minuten im Bett voll ausgekostet habe.
  • Als wir gemeinsam in der ruhigen Küche saßen und die Zeit zu ruhigen Gesprächen nutzen konnten.
  • Als ich meiner Tochter die Haare gebürstet habe.
  • Als ich ihr ein Gebet mit auf den Schulweg gegeben habe.
  • Als ich meinen Mann verabschiedet habe.
  • Als ich mit einem Kaffee und meiner Bibel die Ruhe genossen habe.
  • Als ich ein Kleid für eine Aufführung genäht habe.
  • Als ich mich in Ruhe angezogen und für den Tag fertig gemacht habe.

Das alles waren Segensmomente, die ich in aller Frühe erlebt habe. Und im Laufe des Tages kamen noch viele dazu.

Ganz ehrlich: Der Nebel hat mir heute nicht die Sicht versperrt. Im Gegenteil! Er hat mir die Augen dafür geöffnet, dass Jesus in allen Bereichen meines Lebens da ist. Auch wenn ich denke, dass ich ihn nicht sehe. Er ist dennoch da. Ganz real.

Das einzige Problem an der Sache ist: Wem schenke ich mehr Aufmerksamkeit? Dem Nebel, der mir eindeutig die Sicht nehmen will? Oder dem Wissen, dass die Sonne über dem Nebel scheint?

Will ich dem, was in meinem Leben nicht so prima läuft Beachtung schenken, oder will ich auf die Segensmomente schauen und mein Wissen immer wieder neu polieren, dass Jesus da ist?

Ich habe heute meine Entscheidung getroffen. Natürlich muss ich sie auch morgen wieder treffen. Denn jeden Tag kommen Situationen, die mich in den Nebel hineinziehen wollen. Doch ich weiß: über dem Nebel scheint hell und klar die Sonne!

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