butterfly2god

Gedanken
Leben

Womit (er-)nährst du dich?

8. September 2017

Machst du dir auch manchmal Gedanken über das, was du so zu dir nimmst? Mit was du deinem Körper belastest?

Seit ein paar Tagen habe ich Bauchkrämpfe. Da mache ich mir zwangsläufig über meine Ernährung Gedanken. Doch es kann nicht nur dabei stehen bleiben. Gedanken machen ist gut und wichtig, aber sie führen zu keiner Veränderung.

Doch ist es so, dass ich jetzt hier sitze und mir einen leckeren Cappuccino gemacht habe. Der gehört doch irgendwie dazu, wenn ich am Laptop sitze und schreibe. Dennoch weiß ich, dass er mir nicht gut tut. Dass er meine Krämpfe noch stärker machen kann und ich für eine Weile auf den Kaffeegenuss verzichten sollte. Ebenso meine Süßigkeitenzufuhr. Abends noch schnell ein paar Milchgeister schnabulieren. Hmmmm, wie lecker!!!! Diese Dinger machen süchtig. Leider.

Also, du kannst vielleicht merken: ich bin ein echter Süßzahn. Und ich stelle immer wieder fest, dass es tatsächlich in eine Abhängigkeit gehen kann. Ich habe mich selten im Griff, wenn es um Zucker geht. Mein Kopf weiß, dass er meinem Körper nicht gut tut. Immerhin habe ich mal eine Aerobicausbildung gemacht und dabei geht es auch um Ernährung. Um fit zu sein und ein einigermaßen gutes Energielevel zu haben, braucht der Körper sicherlich keinen Zucker. Zumindest nicht in den Mengen, die ich zu mir nehme.

Ausreden gibt es genug. Ich bin gerade in meiner prämenstruellen Phase. Da brauche ich Schokolade, weil meine Hormone nicht gut allein zurecht kommen. Oder es war so stressig heute. Da kann ich mir doch auch ein paar dieser süchtig machenden Teile gönnen. Zum Kaffee am Mittag gehört es eh dazu! Ich fühle mich so gereizt, da hilft sicher noch ein Stück Schoki. Kennst du das? Wenn ja: willkommen im Club! Wenn nein: Verrate mir dein Geheimnis.

Doch genauso, wie wir unserem Körper gutes oder schlechtes tun, läuft es auch mit unseren Gedanken. Auch die füttern wir mit guter oder schlechter Botschaft.

Heute habe ich von Gekreuzsiegt mein Seelenfutter gelesen und war echt total bewegt. Inhalt war dieser Text:

Folgendes hast Du wahrscheinlich schon mal gelesen, die Zahlen mögen
ungenau oder veraltet sein – doch es geht um die Grund-Aussage.Und die sollte man sich immer mal wieder bewusst machen!

Wenn Du ein eigenes Konto bei einer Bank hast,
gehörst du zu den 8 % der Reichen dieser Welt.Und wenn Du mehr als 100 g Reis pro Tag essen kannst,
kannst du mehr essen als 1/3 der Weltbevölkerung.Wenn Du heute Morgen gesund aufgewacht bist, geht es Dir besser als
der 1 Million Menschen, die diese Woche nicht überleben werden.

Wenn Du zur Schule gehst / gegangen bist, kannst Du froh sein,
denn 121 Millionen Kinder haben nicht die Chance, zu lernen.

Wenn Du nie die Gefahr eines Krieges, die Einsamkeit einer Gefangenschaft,
den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger erlebt hast,
geht es Dir besser als 500 Millionen anderer Menschen auf dieser Erde.

Wenn Du Essen im Kühlschrank, ein Dach über dem Kopf und ein Bett hast,
bist Du reicher als 75 % dieser Welt.

Wenn Du immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hast,
geht es Dir besser als 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern.

Wenn Du diese Zeilen lesen kannst, kannst Du Dich glücklich schätzen,
denn über 2 Milliarden Menschen können es nicht …

Bevor Du Dich das nächste mal darüber beschwerst wie unfair das Leben
doch zu Dir ist, denk an dieses SeelenFutter zurück.

Denk an den einfachen Vergleich zwischen dem was Du hast und dem,
was manch andere Menschen niemals haben werden!

 

Und ich war wirklich geflasht. Natürlich bin ich mir dessen bewusst, wie gut es mir geht. Ich sitze in einem warmen, geschützten Haus und bin umgeben von meinen liebsten Menschen! Und dennoch war ich bestürzt, wie gut es mir doch tatsächlich geht und mit wieviel schlechter Nahrung ich meinen Geist füttere und meine, dass es mir ja soooo schlecht geht und ich so unverstanden bin. Wie gruselig!

Und ist das gerecht? Dass ich in einem warmen Haus sitze und mir echt keine Gedanken machen muss, was ich einkaufen kann? Dass ich im Supermarkt alles finde, was mein Herz begehrt? Sogar Dinge, die ich überhaupt nicht begehre? Dass ich mir um Kleidung keine Gedanken machen muss? Um medizinische Versorgung? Darum, ob meine Kinder eine Schule besuchen können?

Nein. Das ist überhaupt nicht gerecht! Ich möchte nicht tauschen! Verstehe mich nicht falsch. Ich möchte nicht in einem Flüchtlingsboot über das Meer schippern, nicht wissend, ob ich ankomme und was mich erwartet. Ich möchte nicht in einem Kriegsgebiet wohnen, wo ich von Bomben oder chemischen Waffen bedroht werde. Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem ich meinen Glauben nicht offen leben kann, weil ich sonst gefoltert werden könnte. Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem durch hygienische Umstände Seuchen und andere Krankheiten an der Tagesordnung sind.

Aber verdient haben die Menschen, die mit diesen Herausforderungen kämpfen, das ganz sicher auch nicht. Es gibt keine Gerechtigkeit in dieser Welt. Den Gedanken können wir uns abschminken.

Aber es gibt etwas, was ich selbst tun kann, um diese Welt zu einem Ort zu machen, der etwas heller und freundlicher ist. Dazu muss ich meine Gedanken von mir selbst abwenden. Hin zu meinem Gegenüber. Ich kann hinsehen, was der andere braucht, wie es ihm geht, was ihm fehlt. Ich kann etwas von meinem Reichtum abgeben. Entweder tatsächlich in materieller Form, oder in Zeit. Ich kann für jemanden da sein, der ein Problem hat und zuhören, Kaffee kochen (oder Tee). Oder ich kann ihm etwas abgeben von dem, was ich zu viel habe.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch ich versinke oft in einem Sumpf aus Selbstmitleid. Warum hört mir keiner zu? Warum ist keiner da, wenn ich ihn brauche? Das sind Gedanken, die nicht richtig sind. Sie sind maximal momentan wahr. Aber generell ist es nicht so. Ich habe Freunde, die für mich da sind. Auch wenn sich Freundschaften verändern durch Umstände. Zum Leben habe ich sowieso alles, was ich brauche. Da fehlt mir nichts.

Gerade motzt meine Tochter von oben: „Ich weiß nicht, was ich anziehen soll. Zu dem Pulli, den ich anziehen möchte, passt keine einzige Hose dazu!“ Das sind die Probleme einer 8-jährigen. Aber bin ich nicht Vorbild? Schimpfe ich nicht selbst oft genug, dass mir dies oder das fehlt? Dass ich jenes und solches noch brauche, damit mein Leben einfacher und vielleicht sogar sinn-voller wird?

Ich will mich wieder mehr daran freuen, was ich alles habe und mich bewusst von überflüssigen trennen. Damit meine ich sowohl materielle Dinge, wie auch Gedanken. Von denen habe ich nämlich auch viele Überflüssige. Ich will mich bewusst an dem freuen, was ich besitze. Dadurch hört das Wünschen nicht auf. Ganz sicher nicht. Aber ich richte mich wieder neu an dem aus, was ich habe und wofür ich wirklich dankbar sein kann. Und wenn es nur die Tatsache ist, dass ich dies hier überhaupt schreiben und lesen kann! Welch ein Privileg!!!!

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