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Gedanken
Glauben

Gottes Liebe

13. August 2017

Es zieht sich durch die ganze Bibel: Gott liebt uns Menschen. Er hat uns geschaffen, nach seinem Ebenbild. Doch ein Psalm bringt die Liebe zu mir, für mich besonders gut zum Ausdruck. Das ist Psalm 139.

Ich habe mir ja die Aufgabe gestellt, mich von Gott in den nächsten Wochen lieben zu lassen. Und jedes mal, wenn ich ich trübsinnig werde, denke ich an diesen Psalm und sage mir vor, was dort steht.

Er enthält ein paar wertvolle Aussagen. Und über diese habe ich mir Gedanken gemacht:
Psalm 139

Verse 1-4

Herr, du hast mein Herz geprüft und weißt alles über mich.

Wenn ich sitze oder wenn ich aufstehe, du weißt es. Du kennst alle meine Gedanken.

Wenn ich gehe oder wenn ich ausruhe, du sieht es und bist mit allem, was ich tue, vertraut.

Und du, Herr, weißt, was ich sagen möchte, noch bevor ich es ausspreche.

Das sind schon sehr starke Aussagen. Wenn ich mir vorstelle, dass Gott mehr über mich weiß, als ich am Ende selbst, dann ist das ein ziemlich zwiespältiges Gefühl für mich. Denn auf der einen Seite beruhigt es mich, dass Gott mein Herz prüft und alles über mich weiß. Dann weiß er auch, dass ich niemals absichtlich gegen ihn handeln will und dass ich auch meine Mitmenschen nicht verärgern möchte. Aber er weiß eben auch, dass es mir doch sehr oft passiert. Dass ich immer wieder versage. Und noch schlimmer: er weiß, dass meine Absichten doch nicht immer nur gut sind. Auch wenn ich mir selbst das kaum eingestehen kann. Dass sie egoistisch und selbstsüchtig sind. Er kennt mich durch und durch und weiß, dass ich im Grunde meines Herzens, trotz des Wunsches, ein guter und liebenswerter Mensch zu sein, ein verdorbener und nicht besonders guter Mensch bin.

Gott sieht alle meine Handlungen. Ausruhen oder gehen erscheinen ja noch ziemlich banal. Gott kennt meine Absichten hinter den Handlungen. Er weiß, was ich sagen will,  bevor ich es auch nur ausspreche. Er hindert mich aber nicht daran. Er lässt mich machen.

Meist bin ich zu meinem Gegenüber nicht besonders ehrlich. Ich schöne so manche Eigenschaften von mir. Ich möchte doch allzu gern, dass man mich mag. Bei Gott kann ich das nicht. Er hat mein Herz geprüft und weiß alles über mich. Das ist schon manchmal ziemlich schockierend.

Auf der anderer Seite ist es auch etwas, wo ich mir oft denke: Das muss ich jetzt gar nicht wirklich ins Gebet nehmen. Denn Gott weiß es genau und was soll ich da noch rumschwafeln. Das jedoch scheint ein Irrtum zu sein. Denn obwohl Gott weiß, was in mir ist, will er doch, dass ich zu ihm komme!
Verse 5-12

Du bist vor mir und hinter mir und legst deine schützende Hand auf mich.

Dieses Wissen ist zu wunderbar für mich, zu groß, als dass ich es begreifen könnte!

Wohin sollte ich fliehen vor deinem Geist, und wo könnte ich deiner Gegenwart entrinnen?

Flöge ich hinauf in den Himmel, so bist du da; stiege ich hinab ins Totenreich, so bist du auch da.

Nähme ich die Flügel der Morgenröte oder wohnte am äußersten Meer,

würde deine Hand mich auch dort führen und dein starker Arm mich halten.

Bäte ich die Finsternis, mich zu verbergen, und das Licht um mich her, Nacht zu werden –

könnte ich mich dennoch nicht vor dir verstecken; denn die Nacht leuchtet so hell wie der Tag und die Finsternis wie das Licht.

Ebenfalls sind hier ziemlich krasse Aussagen für mich enthalten. Oftmals merke ich nämlich: wenn ich in meinen Augen versagt habe, weil ich meine Kinder nicht so behandelt habe, wie ich sollte, weil ich ungerecht zu meinem Mann war, weil ich unzufrieden bin mit mir selbst, dann will ich mich verstecken. Ich kann mich selbst nicht ausstehen und möchte am liebsten von mir selbst Urlaub nehmen. Doch das geht leider nicht. Egal, wo ich hin gehe, in den Himmel oder ins Totenreich, ans äußerste Ende der Welt: Gott ist immer da! Er geht mir hinterher. Aber das tut er nicht, um mit dem Finger in der Wunde zu bohren und zu sagen: „Hier hast du versagt! Dort musst du noch besser werden!“ Sondern er tut es, weil er seine Hand schützend über mir hält. Schützend! Nicht belehrend, korrigierend, besser wissend, niederschmetternd. Nein, schützend! Er will mich zu einem besseren selbst verwandeln. Das, was ich tief in mir sein will: Eine Frau nach dem Herzen Gottes. So wie es David war. Der auch so viel falsch gemacht hat. Dennoch war er ein Mann nach dem Herzen Gottes. Und das ist auch mein tiefster Herzenswunsch. Auch wenn der Weg dorthin sehr steinig und uneben zu sein scheint.
Verse 13-14

Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt.

Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast!

Wunderbar sind deine Werke, das weiß ich wohl.

Das sind die Verse, die ich mir immer wieder vorsage. Sie sind zu hoch für mich, um sie tatsächlich zu begreifen. Wie viel Liebe steckt in diesem Wissen, dass Gott mich so gestaltet hat, wie ich bin. Und das ich das Wissen habe: Seine Werke sind wunderbar! Ich muss mich doch nur in der Natur umschauen, um dieses Wissen bestätigt zu bekommen. Die Natur ist ein unfassbares Gebiet und Gott hat sie gemacht. Er ist ein perfekter Designer, hat an alles gedacht und dann die tollsten Farben und Formen zusammengeführt. Und neben dem ganzen stehe ich. Gemacht vom Designer der Welt, ebenso perfekt und einzigartig erdacht und erschaffen. Wenn ich mir die Natur anschaue und mir eingestehe, dass sie grenzenlos wunderbar ist, dann kann ich das für mich nicht verneinen. Auch wenn es mir schwer fällt, das selbst auch so zu sehen.

Das gilt übrigens dir ganz genauso!!!!!!
Verse 15-18

Du hast zugesehen, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes.

Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der Tag begann.

Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele.

Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand! Und wenn ich am Morgen erwache, bin ich immer noch bei dir!

Gott ist der Einzige, der mir zusehen konnte, als ich im Bauch meiner Mutter gewachsen bin. Als ich Mutter wurde, habe ich mir oft gewünscht, ich könnte eine Klappe aufmachen und meinem Kind zusehen, was es macht. Gott allein hat diese Macht. Wir Menschen meinen oft, dass wir daran herankommen und entwickeln tolle Geräte um dem etwas näher zu kommen. Dann fühlen wir uns toll und gottähnlich. Aber wir können niemals an ihn herankommen. Er ist uns immer einen Schritt voraus.

Und er hat nicht nur zugesehen, wie ich mich entwickelt habe, nein, er hat auch kostbare Gedanken über mich. Unendlich viele! So viele, dass sie zahlreicher sind als Sand! Warst du schon mal am Strand? Ach was, ein einfacher Sandkasten mit vielen, vielen Sandkörnen reicht schon aus, um mir die Vorstellung guter Gedanken über mich ausgehen zu lassen. Und Gott hat noch viel mehr! Unvorstellbar, oder???

Mir gefällt diese Übersetzung der Neues Leben Bibel besonders gut. Da fühle ich mich gleich noch viel wertvoller und kostbarer in Gottes Augen. Und darum soll es doch in meiner Aufgabe gehen.

Verse 19-22

Gott, wenn du doch nur die Gottlosen vernichten wolltest! Fort mit euch aus meinem Leben, ihr Mörder!

Sie verhöhnen dich und lehnen sich gegen dich auf.

Sollte ich die nicht hassen, Herr, die dich hassen und sollte ich die nicht verachten, die sich dir widersetzen?

Ja, ich hasse sie aus von ganzem Herzen, denn deine Feinde sind auch meine Feinde.

Hm, ja, also, da fehlen mir jetzt so ein bisschen die Worte. Aber warte! Gleich habe ich sie.

Dieser Vers stammt von David. Dem Mann nach dem Herzen Gottes. Sefora Nelson, eine ganz tolle Sängerin, hat etwas interessantes gesagt: „David und ich sind beide Songwriter und wir kennen uns aus in dem Geschäft. Dennoch geht David nicht so ganz konform mit dem, was die Leute hören wollen. Was sich gut verkauft und vermarkten lässt. Feinde vernichten? Das passt nicht in unser schönes Lebensbild.“ (Verzeihung, Sefora, ich habe mich an deiner Aussage angelehnt. Wortwörtlich hat sie sich wohl anders ausgedrückt.)

Aber es passt ganz gut. Da wird gerade darüber gesprochen, wie wunderbar ich bin und auf einmal geht es um Zerstörung. Doch David kennt Verfolgung und er weiß, dass seine Feinde ihn vernichten wollen. Ihm geht es hier nicht mal um die, die ihm ans Leder wollen. Sondern es geht ihm um die, die Gott nicht kennen. Gott, der sie selbst geschaffen hat. Die Gott verleugnen, schlimmer noch verhöhnen. Er lässt hier eine tiefe Freundschaft zu Gott erkennen: ich erkenne, wie wunderbar du mich und jeden Menschen auf der Erde geschaffen hast. Und wer das nicht anerkennen will, wer dich, den Schöpfer des Universums sogar noch verhöhnt, den hasse ich. Ich stehe zu dir, so wie du zu mir stehst. Denn trotz allen Versagens stehst du zu mir. Das mindeste, was ich tun kann, ist die zu hassen, die dich hassen.

Verse 23-24

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken.

Zeige mir, wenn ich auf falschen Wegen gehe, und führe mich den Weg zum ewigen Leben.

Ich kann fast nicht mehr anfügen als „Amen!“ Das ist mein Wunsch. Dass Gott meine Absichten kennt und sieht, wenn ich falsch laufe. Dass er mich dann korrigiert und mir den richtigen Weg zeigt. Im zweiten Teil der Bibel, dem neuen Testament, ist der Weg zum ewigen Leben benannt. Er hat einen Namen und ein Gesicht bekommen: Jesus Christus, Gottes Sohn.

Wenn ich ihm folge, seine Absichten zu meinen, seine Wahrheiten zu meinen und sein Tod zu meinem Leben mache, dann bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Und ich bin dankbar, dass ich Jesus als meinen Retter und Wegweiser annehmen darf. Hast du es auch schon getan? Worauf wartest du noch????

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