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Gedanken
Jesus

Augenöffener-Predigt

10. August 2017

Kennst du das Gefühl, dass alles, was du tust, von einer gewissen Leere begleitet wird? So geht es mir. Wenn ich etwas mache, von dem ich weiß, dass es gut ist, bin ich dennoch leer und fühle – nichts. Das kenne ich nicht von mir. Eigentlich bin ich ein Mensch, der sich gern freut.

Doch so nach und nach komme ich auf die Spur, warum das so ist. Du weißt inzwischen, wenn du meinen Blog verfolgst, dass ich gern in der Bibel lese. Zur Zeit ist es eher eine geistliche Übung denn eine Erfüllung. Dennoch spricht Gottes Geist selbst in dieser Zeit zu mir. Mir ist schon häufig aufgefallen, dass er einen Bereich ganz besonders anspricht, solange, bis ich erkannt habe, was schief läuft. Dann kommt der nächste Bereich. Jetzt sagt Gott mir, dass er mich liebt. Mit meinen Fehlern.

Zusätzlich habe ich eine Predigt der ICF München von Tobias Teichen gehört, bei der mir vor Freude und Erleichterung die Tränen gekommen sind.

Es ging ganz langweilig (und schon 1000x gehört) um den verlorenen Sohn. Vielleicht kennst du die Geschichte aus dem 2. Teil der Bibel? Wenn du mit Gott unterwegs bist, hast du sie vermutlich schon genauso oft, oder noch öfter als ich gehört oder gelesen. Und du denkst dir: „Oh man. Nicht der schon wieder. Kenn ich in- und auswendig. Muss ich nicht noch mal hören. Gibt es noch irgendetwas, was ich darüber nicht weiß? Nein!“

Doch!

Tobias Teichen hat es auf den Punkt gebracht: Wenn du vom heiligen Geist erfüllt bist, unabhängig davon, ob du ihn spürst oder nicht, liest du die Geschichte und stellst auch beim tausendunderstem Lesen etwas fest, worüber du vorher noch nicht nachgedacht hast. Ich war zuerst skeptisch, aber ich musste ihm recht geben. Er hat tatsächlich etwas gesagt, was mir bis dato noch nicht klar war.

Ich will hier nicht über seine Predigt schreiben. Du kannst sie dir selbst anhören unter #turnaround

Aber ich möchte ein paar Gedanken mit dir teilen, die mir während der Predigt kamen.

  •  Menschen machen Fehler. Ich mache Fehler!

Das Leben läuft nicht immer schön adrett geradeaus. Ich werde schuldig an meinem Mann, den Kindern, an meinen Freunden. Manchmal ist es mir nicht bewusst, manchmal schon. Und wenn es mir bewusst ist, ist es nicht so einfach, meinem Gegenüber in die Augen zu schauen. Dann will ich mich umdrehen, weggehen und am liebsten nicht wieder kommen.

So es der Sohn gemacht hat. Wir wissen nicht, warum er von zu Hause fortgegangen ist. Vielleicht fühlte er sich dort eingeengt. Oder er hatte ständig Streit mit seinem Vater oder seinem Bruder. Vielleicht wollte er einfach sein eigenes Ding machen. Die Gründe können vielfältig sein. Das Weggehen ist mir jedenfalls bekannt. Dir auch?

  • Ich versuche meine Fehler selbst auszubügeln

Schließlich bin ich erwachsen und für mein Verhalten selbst verantwortlich. Also muss ich mich so lange bemühen, bis ich mich selbst aus dem Dreck gezogen habe. Das schaffe ich durch Arbeit, Spenden, Ablenkung, durch „Schaffen“ halt.

Immerhin habe ich etwas falsch gemacht. Also muss ich doch auch etwas tun, um es wieder gut zu machen?! Oder wie siehst du das?

  • Mir fällt es schwer, Liebe und Vergebung anzunehmen

Gott liebt mich. Ganz schlicht und einfach. Tobias Teichen hat es immer wieder an Beispielen mit seinem Sohn deutlich gemacht. Wenn ich doch für meine Kinder da bin, sie tröste wenn sie einen Fehler gemacht haben und sie dennoch liebe – wieso glaube ich nicht, dass Gott mich genauso liebt? Mindestens genauso! Ganz sicher noch mehr!

Er möchte doch, dass ich zu ihm komme und ihm erzähle, was mich belastet. Natürlich weiß er eh alles. Aber er möchte einfach, dass ich ihm vertraue und mich ihm zuwende. Er wird niemals zu mir sagen:“Nein! Jetzt ist Schluss! Du bist nicht mehr meine Tochter. Jetzt hast du den Bogen eindeutig überspannt!“

Stattdessen ist er da, nimmt mich in den Arm und sagt:“Ja, stimmt. Du hast einen riesen Bock geschossen. Aber ich bin bei dir und gemeinsam schauen wir, wie du wieder in die Spur kommst und weiter nach vorne leben kannst.“

Das sind Gottes Worte!

  • Ich versuche trotzdem noch, es durch „Schaffen“ gut zu machen

Das war wohl das faszinierendste an der Predigt. Mein persönlicher Schlüsselvers. Der Sohn geht heim und will seinem Vater sagen, dass er Mist gemacht hat und nun bitte als Tagelöhner für ihn arbeiten will. Er will sein Fehlverhalten wieder gut machen. Er will das Geld zurück zahlen, das er verprasst hat. Er will in des Vaters Augen rechtschaffen sein. Oja! Genauso! Und daran ist ja auch nichts schlimmes, oder? Schließlich vergibt Gott mir nicht einfach so. Ich muss schon wieder gut machen, was ich verbockt habe.

Aber nein! Der Vater in der Geschichte lässt ihn gar nicht so weit kommen. Stattdessen kleidet er ihn festlich ein, schenkt ihm wertvollen Schmuck und richtet ein Fest für ihn aus.  So! Genauso ist ein liebender Vater. Ihn interessiert nicht, was war. Er schaut nach vorne und freut sich daran, dass ich bereit bin, mein altes Leben hinter mir zu lassen und mich mit seiner Hilfe auf einen neuen Weg zu begeben.

  • Ich bin bedingungslos geliebt

Das habe ich ja schon angerissen. Es kommt halt immer wieder in der Geschichte vor. Ehrlich gesagt, kommt es in der ganzen Bibel vor.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten. Ja, Gott ist auch  manchmal sauer. Am meisten verabscheut er, wenn wir uns von ihm abwenden. Wenn wir versuchen, unser Leben alleine zu schaffen. Er hat uns geschaffen, weil er uns so sehr liebt. Er will mit uns eine Beziehung leben.

Du kannst die Bibel an einer beliebigen Stelle aufschlagen. Diese Worte springen dir auf fast jeder Seite entgegen. Gott ist ein Versorger, ein liebender Vater, ein Beschützer. Und er hat Jesus auf die Welt geschickt, damit wir von aller Schuld befreit werden. Von aller Schuld! Ich kann nichts, gar nichts tun, was mich von dieser Liebe trennt. Doch. Eine Sache gibt es: Ich wende mich ab und kehre nicht zurück.

Gott liebt mich dann immer noch. Aber wie kann er mir helfen? Wie soll er mich trösten? Wie kann er für mich da sein?

Doch sobald ich mich auf den Weg zu ihm mache, ist er für mich da, nimmt mich in den Arm und liebt mich bedingungslos weiter.

In der Urlaubszeit will ich mich neu Gott zuwenden und mich bedingungslos von ihm lieben lassen. Das wird meine Aufgabe in den nächsten Wochen und ich bin gespannt, was passieren wird.

Danke, Tobias Teichen, für diese „Augenöffner-Predigt“!

 

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