butterfly2god

Gedanken
Leben

Wie tankst du auf?

7. Juli 2017

Was tust du, wenn du spürst, dass du leer gelaufen bist?

Ich bin ehrlich gesagt auf der Suche nach einer Lösung. Bisher fällt mir nur eins ein: weglaufen!!!! Ganz schnell, ganz weit, ganz lang!

Aber natürlich ist weglaufen so gar keine Lösung. Denn woanders ist es auch nicht leichter, besser, schöner.

In den letzten Wochen begleitet mich ein Satz: „Das Leben besteht aus Glücksmomenten.“

Zuerst musste ich an diesem Satz ziemlich herumkauen. Glücksmomente sind nämlich äußerst flüchtige Gesellen. Sie kommen und gehen. Oftmals sind sie vorüber, bevor ich überhaupt gemerkt habe, dass es einer war.

In meinem Leben wünsche ich mir mehr als „Momente“. Es soll doch lieber etwas Beständiges sein. Glück ohne Momente wäre mir viel lieber! Doch das gibt es leider nicht.

Oftmals sage ich es mir vor:“Du kannst nicht mehr erwarten, als das, was du hast. Lerne damit zufrieden zu sein! Du hast Glücksmomente! Und mehr kannst du nicht bekommen.“

Doch das fühlt sich unbefriedigend an. Dennoch  versuche ich diese Momente besonders wahrzunehmen. Denn ich habe weiter gelesen, dass es nun mal so ist: Wenn ich Schwierigkeiten bewältigt habe, denke ich, dass es nun vorbei ist und alles endlich gut wird. Doch so ist das Leben einfach nicht. Schwierigkeiten sind dafür da, uns zu prüfen und uns stärker zu machen. Denn sicher wartet schon die nächste Schwierigkeit um die Ecke auf mich. Auf dich. Auf jeden! Das Leben ist nicht einfach, glücklich, krisenfrei. Es besteht aus Glücksmomenten!

Und trotzdem: ich fühle mich leer, hohl. Ausgelaugt, am Rande meiner Kräfte und Möglichkeiten. Wie kann ich nun gegen dieses Gefühl steuern, nicht mehr weglaufen zu wollen?

Vorhin dachte ich, ich bin so urlaubsreif wie schon lange nicht mehr. Ich verausgabe mich in diversen Aktivitäten. Alle zusammen helfen mir am Leben zu bleiben. Aber sie saugen mich aus. Langsam aber sicher. Ich muss wieder neu lernen langsamer zu machen und ruhig zu werden. Am besten geht es bei dem, dessen Arme weit offen sind. Der auf mich und dich wartet und sich nichts mehr wünscht, als das wir uns ihm zuwenden und all unsere Lasten ablegen. Warum ist das so schwer? Warum nehme ich meinen Rucksack danach wieder mit, anstatt ihn dort zu lassen? Warum nerven mich die Streitereien meiner Kinder? Warum nervt mich, dass ich den Haushalt alleine schmeißen muss? Warum nervt es mich, dass es regnet? Ich kann an all den Dingen nichts ändern. Ich muss sie annehmen, akzeptieren, lernen damit umzugehen.

Wenn du einen ultimativen Tipp hast, wie du zur Ruhe kommst: Ich bin dankbar für jede Idee und für jede Anregung! Ich bin gespannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere