butterfly2god

Gedanken
Leben

LEBEN

29. April 2017

Heute fiel mir mal wieder mein Jahreswort ein. Fast hätte ich es schon vergessen. Naja, das Jahr ist ja auch schon recht fortgeschritten, da kann es durchaus in Vergessenheit geraten.

Was ist ein Jahreswort? Wir nehmen uns ja zum Jahreswechsel oftmals gute Vorsätze vor. Was soll im neuen Jahr anders werden? Woran will ich arbeiten? Was will ich lassen? Und meistens reichen diese Vorsätze… also… 2 Tage? Wenn du gut bist, halten sie auch mal 2 Wochen. Aber dann schleift sich doch recht schnell wieder der Alltag ein und die Vorsätze sind zwar noch irgendwo im Kopf gespeichert, aber können auch schnell weg geschoben werden.

So habe ich vor 3 Jahren gelesen, dass jemand vorgeschlagen hat, man soll sich doch nur ein Wort vornehmen. Ein Wort, das einen das ganze Jahr über begleitet. In Lied, Text, Bild. Wie auch immer. Diese Idee fand ich sehr ansprechend. An einem Wort kann ich durchaus wachsen und es mir immer wieder neu vornehmen. Das erste Jahr war recht enttäuschend. Ich hatte ein tolles Wort! Das war wirklich ein sehr wichtiges Wort für mein Leben. Es hieß „Vertrauen“. Daran bin ich in dem Jahr kläglich gescheitert. Am Ende des Jahres war mein Vertrauen völlig hin. In Menschen, in Situationen, in meinem Glauben. Versagen auf der ganzen Linie. Dann kam ein neues Jahr, ein neues Wort und ich erlebte ein kleines Wunder. Das Wort des Vorjahres bekam einen Aufschwung. Mein Vertrauen in Gott wuchs in einem Maße, das ich mir nicht vorgestellt hatte. Gut, manchmal gerät es noch ins Wanken, aber ich weiß inzwischen, dass ich Gott zu 110% vertrauen kann. Oder zu 1100% oder wie auch immer. Voll und ganz auf jeden Fall. Es ist zwar für mich nicht immer sichtbar, aber ich weiß mich gehalten in seiner Hand und ich weiß, dass er das Beste für mich will. Dass er aus Krisen neue Chancen macht. Das darf ich mir immer wieder sagen. Im Alltag kann das manchmal verloren gehen. Dennoch bin ich tief in mir unerschütterlich davon überzeugt.

Dieses Jahr stand das Wort „Leben“ an. Mein Leben, das schrieb ich auch schon in meinem ersten Artikel, kommt mir mitunter recht turbulent vor. Seltsamerweise kommt es mir manchmal zu trubelig vor und manchmal zu langweilig. Die Balance fehlt noch ein wenig. Das wäre dann ja vielleicht ein Wort für das nächste Jahr.

Leben.

Wenn ich mir dieses Wort anschaue, dann entdecke ich vielfältige Bereiche darin. Wikipedia hat folgende Definition des Wortes:

„Was Leben bzw. ein Lebewesen ist, wird – in der modernen Biologie wie schon bei Aristoteles – nicht über einzelne Eigenschaften, einen bestimmten Zustand oder eine spezifische Stofflichkeit definiert, sondern über eine Menge von Aktivitäten, die zusammengenommen für Leben bzw. Lebewesen charakteristisch und spezifisch sind.“

Anschließend findet sich eine List dieser unterschiedlichen Aktivitäten und ich muss fast lachen. Es fängt an mit:

  • Energie- und Stoffwechsel und damit Wechselwirkung mit ihrer Umwelt.

Also, mein Stoffwechsel funktioniert recht gut und der hat zum Glück selten Wechselwirkung mit meiner Umwelt. Dafür hat mein Energiewechsel eine große Wechselwirkung. Wahrscheinlich ist das, was ich darunter verstehe nicht damit gemeint. Aber wenn ich voller Energie bin, ist meine Umwelt zufrieden mit mir. Dann leiste ich das, was ich tun soll, und bekomme Anerkennung. Ist meine Energie verbraucht und ich hänge durch, hat das ebenso seine Auswirkung und ich bekomme den Ärger meiner Umwelt darüber ebenso zu spüren. Da fehlt mir auch oft die Balance. Ich verausgabe mich recht schnell und werde dann in den Energiesparmodus versetzt, der mitunter leider recht lang anhält. Wie der Name ja eigentlich auch sagt. Der nächste Punkt der Liste lautet:

  • Organisiertheit und Selbstregulation

Ähm, also was soll ich sagen? Diesen Punkt würde ich sehr gern von der Liste streichen. Organisiert bin ich überhaupt nicht, ich bin das personifizierte Chaos, kann mir keine Termine merken, bin somit oft doppelt terminiert und meine Unterlagen… die liegen eben unter allem anderen. Aber nicht ordentlich sortiert in der Ablage oder gar abgeheftet im Order. Selbstregulation gelingt mir nur in Ausnahmefällen. Daran darf ich also dieses Jahr noch mal ganz gut arbeiten. Weiter geht´s mit:

  • Reizbarkeit (ok, es geht noch weiter. Aber im Moment ist das in meinem Leben ein sehr groß geschriebenes Wort!), das heißt, sie sind fähig, chemische und physikalische Änderungen in ihrer Umwelt zu registrieren.

Reizbar bin ich bis ins Kleinste. Wenn ich gerade mit etwas beschäftigt bin und jemand möchte etwas von mir, oje, der kann euch leid tun. Das ist damit weniger gemeint. Ich spüre Änderungen jedoch sehr schnell. Vor allem die chemischen in meinem Körper. Wenn meine Hormone mit mir durchgehen, dann äußert sich das ebenso in Reizbarkeit. Die physikalischen Änderungen machen mir mitunter auch zu schaffen. Da käme dann wieder die Selbstregulation zum Zuge. Wie gehe ich mit diesen Änderungen um, so dass ich die Reize zwar spüre, aber nicht gereizt auf meine Umwelt reagiere? Das ist ebenso eine Aufgabe, die ich in den nächsten 8 Monaten noch angehen darf. Die nächsten 2 Punkte fasse ich mal zusammen:

  • Fortpflanzung, das heißt, sie sind zur Reproduktion fähig.
  • Vererbung, das heißt, sie können Informationen an ihre Nachkommen übermitteln.

Erledigt. Das habe ich zweimal geschafft! Ich lebe und mein Gengut lebt in meinen Kindern weiter! Hurra! Doch wie nett es umschrieben ist, dass ich Informationen übermitteln kann. Das heißt eben, dass es nicht nur damit getan ist, Kinder zu zeugen, sondern sie auch noch so zu prägen, dass sie im Leben gut zu Recht kommen. Und last but not least:

  • Wachstum, und damit die Fähigkeit sich zu entwickeln.

Whäääm!!! Das haut rein. Mir stehen förmlich die Haare zu Berge. Das ist doch genau mein Thema. Wachstum und Entwicklung. Aber die Fähigkeit sich zu entwickeln, klingt so schön, so mutmachend. Die Fähigkeit ist in jedem Lebewesen angelegt. Und in welchem Rahmen ich mich entwickele, habe ich, als menschliches, denkendes und soziales Wesen, voll und ganz in der Hand. Das muss ich nicht alleine schaffen. Denn wir Menschen sind eben als soziale Wesen geschaffen. Gott hat uns ins Leben gerufen, als sein Gegenüber. In der Bibel steht es folgendermaßen im ersten Teil, 1. Mose 1, 26-27

Dann sprach Gott: „Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist. […]

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie als Mann und als Frau.*

Zweimal steht dort, dass er den Menschen als sein Abbild geschaffen hat, das ihm ähnlich ist. Weiter geht es in 1. Mose 2, 18-23

Gott, der Herr, dachte: „Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ein Wesen schaffen, dass ihm hilft und das zu ihm passt.“  So formte Gott aus Erde die Tiere des Feldes und die Vögel. Dann brachte er sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er jedes Einzelne nennen würde; denn so sollten sie heißen. Der Mensch gab dem Vieh, den wilden Tieren und den Vögeln ihre Namen, doch unter allen Tieren fand sich keins, das ihm helfen konnte und zu ihm passte.

Da versetzte Gott, der Herr, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und füllte die Stelle mit Fleisch.  Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen. Der freute sich und rief:

„Endlich! Sie ist´s! Eine wie ich! Sie gehört zu mir, denn von mir ist sie genommen.“*

Und genau das ist, was das Leben ausmacht und so wunderschön, einzigartig und lebendig! Die Tatsache, dass ich in Beziehung leben darf, in Ähnlichkeit zu meinem Schöpfer und in der Erkenntnis, dass ich ein menschliches Gegenüber habe, über das ich mich freue und das sich über mich freut! Dann kann ich wachsen und die Fähigkeit zur Entwicklung entfaltet sich voll und ganz in und mit meinem göttlichen und menschlichen Gegenüber. Ich kann nur staunen, was ich für einen Schöpfer habe, der mich so versorgt und der mich in dieses Leben geliebt hat.

* entnommen aus der Gute Nachricht Bibel

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