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Gedanken
Leben

Tod vs (ewiges) Leben

31. März 2017

Heute bin ich mehrmals mit dem Tod konfrontiert worden. Verschiedene Bekannte haben jemanden entweder aus der Familie oder aus dem Freundeskreis verloren. Jedes Alter war vertreten. Von viel zu jung, bis zu einem gesegneten Alter. Und doch hatten alle eins gemeinsam: sie waren traurig, einen geliebten Menschen nicht mehr an der Seite zu haben. Mich hat das sehr nachdenklich gemacht. Und ich habe mir die Frage gestellt: Warum sind wir so maßlos traurig, wenn ein Mensch die Erde verlässt, um doch hoffentlich in die Ewigkeit zu gelangen?

Der Tod gehört doch zum Leben wie die Milch in den Kühlschrank. Das klingt wirklich krass, aber genauso ist doch, oder? Sobald wir einigermaßen begreifen können, dass Menschen uns verlassen, haben wir verstanden, dass der Tod einfach dazu gehört. Aber vielleicht ist das genau der Kern? Das wir nicht wissen, was nach dem Leben auf der Erde passiert? Seien wir doch mal ehrlich: Was wir nicht kennen, lehnen wir ab. Und wenn wir so tolerant sind, dass wir Unbekanntes nicht ablehnen, so setzen wir uns aber auch nicht weiter damit auseinander. Wir ignorieren diese Tatsache sehr gerne, dass der Tod auf uns wartet. Wir wissen nicht, wann er uns ereilt. Wir wissen aber, dass wir ihm nicht entgehen können. Das vereint alle Menschen auf der Welt. Egal welcher Nationalität wir angehören, welchen Glauben wir haben, ob wir arm oder reich sind. Wir alle werden sterben.  Und alle haben wir die Ungewissheit, was uns erwarten wird. Es gibt zwar einige Menschen, die von Nahtod-Erfahrungen berichten, aber wirkliche Zeugen haben wir nicht.

Ich für meinen Teil bin sehr froh, dass ich meinen Glauben habe. Das ich daran glauben darf, und somit auch meine Gewissheit habe, was mich erwarten wird, wenn ich einmal das irdische Leben verlasse. Und ich muss gestehen, dass ich mich schon ein wenig danach sehne. Wenn ich in der Bibel lese, dass einmal alle Tränen versiegen werden und die Trauer, die Schmerzen, die dieses Leben hier auf Erden mit sich bringt, ein Ende haben werden; wenn ich lese, dass dann nur noch Freude da ist, dass ich in den ewigen Lobpreis einsteigen darf, dann erfasst mich die Sehnsucht zu dieser Zeit nach meinem irdischen Leben. Denn Schmerzen, sind sie nun körperlich oder seelisch, machen doch keinem wirklich Spaß, oder? Tränen habe ich, und das weiß Gott sehr genau, schon viel zu viele geweint. Verluste und Trennungen wird es nicht mehr geben. Denn wir sind dort vereint mit unseren Lieben. Hier jedoch, muss ich gestehen, ist der Knackpunkt für mich. Denn ich weiß nicht, ob ich vereint bin mit all meinen Lieben. Wer die Bibel aufmerksam liest, weiß, dass nicht jeder in den Himmel kommt. Wir müssen dazu durch eine Tür treten. Und diese Tür ist nicht jedem bekannt. Oder er verschließt sie, absichtlich oder unabsichtlich. Zumindest von einer Seite ist die Tür immer offen: Jesus selbst ist die Tür. Er verschließt sie niemals. Von seiner Seite aus ist sie jederzeit zugänglich. Nur wir selbst lassen sie oft zu. Manchmal öffnen wir sie auch einen Spalt, schauen hindurch und erhaschen einen Blick auf das, was uns erwartet. Aber vielleicht sieht das auf den ersten Blick nicht sonderlich verlockend aus und wir knallen sie schnell wieder zu? Oder wir lassen sie angelehnt und denken, dass wir jetzt noch nicht hineingehen wollen. Später ist ja auch noch die Gelegenheit dazu. Aber wann bitte ist später? Wann willst du durch diese Tür gehen und dein Leben mit Jesus gemeinsam beginnen? Es gibt nämlich auch ein „zu spät“. Und das wird immer dann deutlich, wenn der Tod uns, mal wieder, begegnet.

Das ist der Punkt, an dem ich traurig bin. Traurig über die Person, die nun aus dem Leben gegangen ist, ohne eventuell durch die Tür hindurch gegangen zu sein. Was passiert nun mit ihr? Die Bibel hat auch dafür recht deutliche Worte. Eine Stelle ist sehr genau beschrieben. Und zwar in Lukas 16, 19-31

„Es war einst ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feinstes Leinen und lebte Tag für Tag herrlich und in Freuden. Vor dem Tor seines Hauses lag ein Armer; er hieß Lazarus. Sein ganzer Körper war mit Geschwüren bedeckt. Er wäre froh gewesen, wenn er seinen Hunger mit dem hätte stillen können, was vom Tisch des Reichen fiel; aber nur die Hunde kamen und leckten an seinen Wunden.

Schließlich starb der Arme. Er wurde von den Engeln zu Abraham getragen und durfte sich an dessen Seite setzen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. Im Totenreich litt er große Qualen. Als er aufblickte, sah er in weiter Ferne Abraham und an dessen Seite Lazarus. `Vater Abraham`, rief er, `hab Erbarmen mit mir und schicke Lazarus hierher! Lass ihn seine Fingerspitze ins Wasser tauchen und damit meine Zunge kühlen; ich leide furchtbar in dieser Flammenglut.`Abraham erwiederte: `Mein Sohn, denk daran, dass du zu deinen Lebzeiten deinen Anteil an Gutem bekommen hast und dass andererseits Lazarus nur Schlechtes empfing. Jetzt wird er dafür hier getröstet, und du hast zu leiden. Außerdem liegt zwischen uns und euch ein tiefer Abgrund, sodass von hier niemand zu euch hinüberkommen kann, selbst wenn er wollte; und auch von euch dort drüben kann niemand zu uns gelangen.„Dann, Vater`, sagte der Reiche, `schicke Lazarus doch bitte zur Familie meines Vaters! Ich habe nämlich noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen.

Abraham entgegnete: `Sie haben Mose und die Propheten; auf die sollen sie hören.` `Nein, Vater Abraham`, wandte der Reiche ein, `es müsste einer von den Toten zu ihnen kommen; dann würden sie umkehren.`Darauf sagte Abraham zu ihm:`Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.`“

Ich finde, in diesem Text ist alles gesagt, was es über den Tod zu sagen gibt. Es ist doch genauso, dass wir nicht glauben würden, wenn einer von den Toten zurück käme, um uns zu warnen. Denn wir wissen ja, dass wir durch die Tür „Jesus“ gehen müssen, um den Qualen zu entgehen. Aber wir wollen das eben nicht, weil die Welt doch so viel mehr zu bieten hat. Dem Vergnügen und dem Spaß zu entsagen, um hier ein vermeintlich schlechtes Leben zu führen? Nein, danke! Dafür ist das Leben doch viel zu kurz! Aber mal ehrlich: Willst du die Ewigkeit, ich meine, lass dir dieses Wort mal auf der Zunge zergehen, die hört niemals auf, in Qualen verbringen, um hier ein Leben in Saus und Braus zu haben? Ist es das wert? Dann verzichte ich lieber hier auf der Erde auf meine Vergnügen und gehe durch die Tür. Denn die Ewigkeit, die niemals ein Ende hat, also ewig geht, ist so lang, dass ich sie nicht in Qual verbringen will. Mit Blick auf das, was ich haben könnte, aber niemals bekommen werde. Das ist echter Horror! Deshalb kann ich dich nur ermutigen: Lerne Jesus kennen. Er wartet gleich hinter der Tür auf dich und freut sich darauf, wenn du dich auf den Weg mit ihm machst. Und wenn du durch die Tür getreten bist, kann dich auch der Tod nicht mehr umhauen. Denn dann wirst du eine Gewissheit haben, was nach dem Leben hier auf Erden auf dich wartet.

Ich kann das nur jedem wünschen, hier und jetzt sein Leben in Jesus fest zu machen. Um mit ihm den Stürmen des Lebens entgegenzutreten und in der Ewigkeit ein nie endendes Fest zu feiern!

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