butterfly2god

Gedanken
Leben

Erster Blogeintrag

12. März 2017

Mein erster Eintrag.

Was soll ich eigentlich schreiben? Wozu braucht es noch einen Blog? Gibt es nicht schon genügend Menschen, die ihre Gedanken ins World-Wide-Web stellen? Braucht es da noch ausgerechnet mich? Was will ich denn erreichen?

Manchmal frage ich mich diese Dinge. Und dann kommt auf der anderen Seite eine Stimme, die sagt: Warum nicht auch ich? Habe ich nicht auch was zu sagen? Wenn andere ihre Gedanken teilen können, dann kann ich das auch.

Ich schreibe einfach mal los. Das Ziel ist unklar. Oder besser gesagt: Der Weg wird mir das Ziel zeigen. Entweder läuft alles ins Leere, oder es gibt tatsächlich ein paar Gedanken, die es wert sind, gelesen zu werden. Mut. Das braucht es auf jeden Fall. Die persönlichen Gedanken frei zu lassen.

Mein Leben ist manchmal sehr turbulent. Dann ist es wieder ganz ruhig und es geht gemächlich weiter. Oft fahren meine Gedanken und Gefühle Achterbahn. Das ist ihr liebstes Hobby. Manchmal begeistert mich das. Meistens strengt es mich an. Die Schnelligkeit, das auf und ab, manchmal auf dem Kopf zu stehen ist mal lustig, mal zu viel. Da brauche ich einen Ausgleich. Etwas, das mich wieder in die richtige Richtung bringt. Was mich neu ausrichtet, ruhiger macht. Und eine Sache davon ist, meine Gedanken aufzuschreiben und sie so zu ordnen.

Der wichtigste Punkt in meinem Leben, der mir immer wieder Halt, Orientierung, Ausrichtung gibt, ist mein Glaube an Jesus. Oft wenn ich spazieren gehe, bete ich. Dann lege ich Jesus all meine Turbulenzen hin und frage ihn, wie ich weiter gehen soll. Mir kommen dann oft Gedanken, die ich gar nicht für mich behalten will. Die ich weiter geben will. Und somit kam ich auf die Idee, es auf diese Art zu versuchen. Sicher sind nicht alle meine Gedanken es wert, dass sie alle Menschen lesen sollten. Nein. Bestimmt nicht. Ich maße mir auch nicht an, dass meine Gedanken richtig sind. Oder nur gut. Doch ich mag es, zu diskutieren und andere Meinungen zu hören. Jeder Mensch ist anders. Einzigartig geschaffen von unserem Schöpfer. Der, der alles Leben gemacht hat. Manchmal vergesse ich, dass ich dazu gehöre. Zu der Einzigartigkeit. Obwohl. Einzigartig bin ich immer. In bestimmten Momenten dann allerdings einzigartig verkorkst und verrückt. Das ist nicht immer leicht für meine Umwelt. Aber hey: ich lebe mit mir 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 oder manchmal sogar 366 Tage im Jahr. Und das schon seit einigen Jahrzehnten. Ich weiß, dass es ganz schön anstrengend sein kann mit mir. Sozusagen aus erster Hand habe ich diese Erfahrung machen können.

Da ist es für mich besonders faszinierend, unglaublich und zum staunen, dass Jesus mich immer noch liebt. Dass er mir seine Gnade, seine Liebe, seine Freiheit täglich neu anbietet. Sie mir schenkt. Und ich brauche nichts zu tun, außer diese Liebe anzunehmen. Das ist nicht immer leicht. Es ist unter besonderen Umständen sogar meine Tagesaufgabe. Dann muss ich mir mit jedem Atemzug klar machen, dass die Liebe mir persönlich gilt. Sogar dann, wenn ich den totalen Bockmist gemacht habe. Das kommt leider vor. Ich verrenne mich sehr gerne in Ideen, Gedanken, Träumen. Dabei merke ich, dass ich den Ausgang manches Mal verpasse. Schwupps stehe ich wieder Kopf. Doch da gibt es einen, der mich hält, der mich nicht loslässt. Niemals!

Kennst du das Wort „nie“? Es ist das Gegenteil von „immer“. Diese 2 Worte sind schnell gesagt. Zumindest gehören sie zu meinem festen Wortschatz. „Kannst du dir das eigentlich nie merken?“ – „Warum kommst du immer zu spät?“

Das geht aber auch in der Abwertung meiner selbst. „Warum lerne ich nie aus diesem Fehler?“ – „Immer dasselbe mit mir!“

Bei Jesus gibt es diese 2 Wörter auch. Aber in einem Zusammenhang, der nichts mit Abwertung zu tun hat. Im Gegenteil! „Kann eine Mutter ihren Säugling vergessen? Bringt sie es übers Herz, das Neugeborene ihrem Schicksal zu überlassen? Und selbst wenn sie es vergessen würde – ich vergesse dich niemals! Unauslöschlich habe ich deinen Namen auf meine Handfläche geschrieben, deine zerstörten Mauern habe ich ständig vor Augen!“ (Jesaja 49, 15-16 HfA)

Ok. Gut. Es geht hier in erster Linie um Jerusalem. Aber auch ich bin manchmal Jerusalem. Auch ich kenne diese zerstörten Mauern. Entweder wurden sie von mir eingerissen, oder von anderen. Wie gut und tröstlich ist es doch da zu wissen, dass Gott meine Mauern immer vor sich sieht und dass ich unauslöschlich in seinen Händen stehe. Und er mich niemals vergisst!

Und das gilt nicht nur mir! Das gilt jedem! Dir. Deinem Nachbarn. Meinen Kindern. Deinem Arbeitgeber. Ja, sogar deinem und meinem Gegenüber im Bus, Bahn auf der Straße, wo immer wir unterwegs sind. Ist das nicht mal genial?

Und nun hält meine Achterbahn an. Ich kann aussteigen. Ruhig werden. Weil ich wissen darf, dass Jesus meine zerstörten Mauern kennt und dabei dennoch meinen Namen hält. Er hält mich in seiner Hand. Es gibt für mich nichts beruhigenderes als das Wissen um dieses Gehaltensein.

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